Faire Kleidung zur EM
Fußball und die Herstellung der Fan Kleidung
Bald ist es soweit: Die
Fußball-EM startet und die Straßen in Karlsruhe und anderswo werden vom Fußballfieber gepackt. Auch wir freuen uns darauf, mit vielen Anderen zusammen in den Straßencafés die Spiele zu verfolgen und gemeinsam zu jubeln.
Die Freude ist aber leider nicht ungetrübt. Durch die Geschehnisse um
Julia Timoschenko rückten schon vor Wochen die
Menschenrechte ins Zentrum der Aufmerksamkeit dieser
Fußball-EM. Der Versuch, Sport und Politik zu trennen, muss scheitern - gerade, wenn ein Sportereignis so viele Politikerinnen und Politiker mobilisiert wie die
Fußball-EM.
Leider gibt es aber noch eine weitere
Menschenrechts-Dimension bei der Fußball-EM, über die kaum jemand spricht:
Fan-Kleidung. Wer bei der großen Suchmaschine nach
"Fan-Kleidung fair" oder
"faires Fan-Trikot" sucht, findet entweder Einträge zu
Fan-Kleidung und
Fan-Trikots oder Einträge zu
fairer Kleidung - beides scheint unmöglich.
Einen Eintrag haben wir dann doch gefunden: Tobias Brehm hat in seinem Blog einen fundierten Beitrag zum Thema
Fan-Trikots und fairtrade mit vielen Hintergrundinfos geschrieben:
"DFB-Aktion 'Fair ist mehr'". Dort beschreibt er genau die Bedingungen, unter denen Näherinnen - meist in Fernost -
Trikots, Mützen, Schals etc. herstellen müssen.
Fairplay? Das gilt wohl nur auf dem Fußballfeld...
Dass es anders geht, werden wir auch dieses Mal wieder demonstrieren: Wir kreieren unsere eigene - natürlich
faire - Fan-Kleidung und nehmen damit auf den Straßen Karlsruhes an der
Fußball-EM teil. Zu schwarzer Kleidung, die es ohne viel Mühe in den Second-Hand-Läden zu kaufen gibt, tragen wir
gold-rote Seidenaccessoires. Ob
Fliegen und Schleifen, Krawatten, Schals und Tücher: Schwarz-rot-gold ist auch ohne Ausbeutung in Fernost zu haben.
Noch dazu ist diese Art von
fairer Fan-Kleidung originell und etwas dezenter als die konventionelle Ausrüstung - was für uns persönlich durchaus auch eine Rolle spielt.
Fair gekleidet die EM zu feiern ist für uns eine
Demonstration für die Menschenrechte - in der Ukraine, in Fernost und auf der ganzen Welt. Wir verbinden damit auch den Wunsch, dass die Fußballer sich ebenfalls für die
Menschenrechte einsetzen und ein klares Wort für Julia Timoschenko laut aussprechen. Denn
Fairplay darf nicht nur auf das Fußballfeld beschränkt sein.
faire Seidenaccessoires in allen Farben