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Rückblick Konzerte gegen Gewalt

Doppelzimmer in der Pension Domblick in Wetzlar
Pension Domblick in Wetzlar

Konzerte gegen Gewalt 2013: Rückblick

Musik gegen Gewalt im November 2013

Auch dieses Jahr wieder begaben wir uns zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen auf Konzertreise. Wetzlar, Aschaffenburg und St. Pölten in Österreich hießen die Stationen.

KulturStation Wetzlar - Bühne
Bühne und Zuschauerraum
Die Reise nach Wetzlar begann für uns um 9 Uhr morgens mit dem Beladen des Autos. Für uns war es "kleines Gepäck", da wir in der KulturStation Wetzlar engagiert waren, wo alle technischen Einrichtungen und ein Klavier vorhanden waren. Also konnten wir mit einem kleinen Auto fahren - als begeisterte Stadtmobil-Nutzerinnen können wir ja immer genau das Auto buchen, das von der Größe her gerade passt.

In Wetzlar kannten wir das Hotel bereits von unserem "Konzert zum Wahljahr 2013" im September her. Diesmal aber hatten wir ein "richtiges" Doppelzimmer (und nicht ein Zweibettzimmer) erhalten und genossen einen kurzen Moment die Vorfreude auf den Feierabend, bevor wir gleich weiter mussten zur KulturStation. Dort wurden wir von den Auftraggeberinnen sehr freundlich in Empfang genommen und fühlten uns gleich sehr wohl in den Räumlichkeiten. Brötchen und Quark warteten auch schon auf uns, so dass wir in Ruhe und entspannt aufbauen konnten.

KulturStation Wetzlar - Garderobe
Garderobe in der KulturStation
Wie immer wurden die fünf Stunden Aufbau- und Vorbereitungszeit schnell voll. Und die Garderobe war durchaus etwas für unsere Sammlung - siehe Foto. Sie war nicht nur klein, sondern auch so vollgestopft, dass wir selber kaum mehr Platz darin fanden - vor allem, nachdem auch noch unsere leeren Koffer darin verstaut waren.

Unser Konzert gegen Gewalt, das eine Benefizveranstaltung für das Frauenhaus Wetzlar war, ging um 18 Uhr los - und wir durften uns über ein sehr aufmerksames und zugeneigtes Publikum freuen. Konzerte gegen Gewalt sind immer etwas sehr Intensives - und zwar für beide Seiten. Denn natürlich ist es einfacher, sich mit den schönen Seiten des Lebens zu befassen als mit den Abgründen...

Weil das Konzert so früh begonnen hatte, waren wir vergleichsweise früh im Hotel und konnten unseren normalen Rhythmus beibehalten - früh ins Bett, früh aufstehen. Wir genossen das Frühstück und fuhren wieder nach Karlsruhe, wo wir einen Tag Zeit für all unsere anderen Aktivitäten hatten, bevor es wieder losging.

Lichthof Rathaus Aschaffenburg
Lichthof des Rathauses Aschaffenburg
Am 25. November fuhren wir nach Aschaffenburg. Auch an diesem Tag ging es um 9 Uhr los - diesmal aber hieß es "großes Gepäck und großes Auto". Denn sowohl in Aschaffenburg als auch in St. Pölten spielten wir im Rathaus, wo es natürlich keine technische Ausstattung gab. Deshalb packten wir von den Instrumenten über die Tonanlage bis zur Beleuchtung alles ein.

Das Aschaffenburger Rathaus hat einen wunderschönen Lichthof - und eine beeindruckende Akustik! Schnell war die Entscheidung gefasst, ohne Verstärkung und nur mit dem natürlichen Hall zu spielen. Engagiert waren wir zur Ausstellungseröffnung "Tatmotiv Ehre" - eine beklemmende Ausstellung von TERRE DES FEMMES über Gewalt an Frauen im Namen der Ehre. Die Auftrittsdauer betrug zwar nur 30 Minuten, dafür stand aber die Uraufführung von zwei Liedern an - und auch den gesamten Ablauf für das Gastspiel gegen Gewalt im Namen der Ehre hatten wir passend für die Ausstellungseröffnung geschrieben.

Besprechungszimmer Rathaus Aschaffenburg
Garderobe im Besprechungszimmer
Die "Garderobe" war ein Besprechungsraum des Rathauses - und hier gab es natürlich viel Platz, den wir sofort in Anspruch nahmen. Für die Verpflegung mit Brötchen, Brezeln und Obst war auch hier bestens gesorgt - und es blieb sogar etwas Zeit für einen Moment der Entspannung, bevor es um 17:30 Uhr losging. Darüber waren wir sehr froh, denn wir hatten noch einen langen Abend vor uns.

Das Konzert gegen Gewalt im Namen der Ehre war mit einer halben Stunde Dauer für uns ein kurzes Gastspiel, aber wiederum sehr intensiv. Die extra zur Ausstellung geschriebenen Lieder kamen sehr gut an und werden von uns sicher ab und zu bei anderen Konzerten gegen Gewalt wieder aufgeführt. Die Musik an Akkkordeon, Klavier und vietnamesischem Holzschlagzeug sowie der Gesang entfalteten im Lichthof des Rathauses ihre ganze Kraft und wir konnten den Auftritt auch akustisch sehr genießen.

Bio-Hotel Sammüller Neumarkt
Zimmer im Bio-Hotel Sammüller
Allerdings war nach dem Konzert keine Beschaulichkeit angesagt. Am nächsten Abend waren wir in St. Pölten, Österreich, engagiert - mindestens 7,5 Stunden von Aschaffenburg entfernt! Deshalb hatten wir uns schon im Vorfeld entschieden, noch nach dem Konzert in Aschaffenburg ein Stück weit Richtung St. Pölten zu fahren und in Neumarkt in der Oberpfalz zu übernachten. Dort hatten wir im Internet das Bio-Hotel Sammüller gefunden - ein wirklich schöner Übernachtungsort! Gegen 22 Uhr kamen wir an und waren sehr froh, uns zeitig hinlegen zu können, um am nächsten Tag früh zum Bio-Frühstück zu erscheinen.

Veranstaltungsraum im Rathaus St. Pölten
Rathaus St. Pölten - Veranstaltungsraum
Weiter ging's nach St. Pölten, wo wir um 14 Uhr ankamen und erstmal im Hotel einchecken konnten. Im Rathaus erwartete uns dann bereits die Leiterin des Büros für Diversität St. Pölten - und auch hier stellten wir erfreut fest, dass wir die Tonanlage nicht brauchen würden. Hier schlug die "Garderobe" mit ihren Kronleuchtern alle Rekorde in Punkto Schönheit und Großzügigkeit - siehe Foto! Aber noch viel mehr zu unserem Wohlfühlen beigetragen haben die vielen sehr freundlichen Menschen, die wir vor und nach dem Konzert kennengelernt haben!

Nebenzimmer Rathaus St. Pölten
"Garderobe" im Rathaus St. Pölten
Das Konzert gegen Gewalt wurde äußerst positiv aufgenommen und die Gäste waren sehr offen für unsere ungewöhnliche Musik und Bühnenkunst. Lange standen wir danach noch mit den Menschen zusammen und haben uns ausgetauscht. Wie letztes Jahr in Klagenfurt, begegneten wir auch hier lauter offenherzigen und angenehmen Gesprächspartner/innen - nach Österreich werden wir immer wieder gerne fahren!

Hotel Graf St. Pölten
Hotelzimmer in St. Pölten
Im Hotel beschlossen wir die diesjährige Konzertreise gegen Gewalt und fuhren nach einem gemütlichen Frühstück am nächsten Tag den weiten Weg zurück nach Karlsruhe. Lange Autofahrten finden wir immer äußerst anstrengend, so dass wir nach der langen Fahrt abends froh waren, noch das Gepäck in unser Atelier im 2.OG bringen zu müssen - Hauptsache Bewegung!

Wir danken all unseren Auftraggeberinnen nochmals herzlich für die gute Betreuung vor Ort - vor allem aber für ihr Engagement gegen Gewalt und ihren Mut, so ungewöhnliche "Musik gegen Gewalt" zu sich einzuladen und ihren Gästen zu präsentieren!

Auch nächstes Jahr wird es wieder Konzerte gegen Gewalt geben - denn der Wunsch einer Stadträtin in Wetzlar, es möge irgendwann nicht mehr nötig sein, einen Tag gegen Gewalt an Frauen zu veranstalten, wird wohl so schnell keine Wirklichkeit werden.

Dankes-e-Mail aus dem Publikum an die Veranstalterinnen in Aschaffenburg

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