Wahlen: Ein Blick auf das Positive

September 28th, 2009

Um hANA & ANDAier von vornherein keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Fast 30 Prozent der Wahlberechtigten blieben gestern der Urne fern - und das sind 30 Prozent zu viel. Dieser Nichtwählerschaft den Status einer Protestgruppe zu geben, geht nicht auf: Auch so etwas funktioniert nämlich nur mit einem Gang zur Urne und der Abgabe eines leeren Stimmzettels. Wer gar nicht am Wahlgang teilnimmt, äußert einzig und allein Gleichgültigkeit - eine Rechnung, die in einer Demokratie nie aufgehen kann.

Demokratie braucht Teilnahme und zeichnet sich durch den Willen des Volkes aus, sich  selber zu regieren. Der Ruf nach “Visionären” und “Führungspersönlichkeiten” in der Politik bleibt deshalb fragwürdig. Die Visionen müssen aus dem Volk selber kommen, das dann jene Politikerinnen und Politiker wählt, denen es die Umsetzung der Visionen am ehesten zutraut.

Jene aber, die gestern an der Demokratie teilgenommen und gewählt haben, legten eine reife Leistung an den Tag. Sie bewiesen, dass sie in mehr Kategorien als schwarz-weiß denken können. Sie bescherten der SPD erdrutschartige Verluste - aber nicht etwa, indem sie alle in die gleiche “Ersatzpartei” wechselten. Im Gegenteil: Sie verteilten sich überall hin. Das zeigt, wie schwer sie es sich gemacht haben mit der Entscheidung und wie wenig “lagerorientiert” letztlich gedacht wurde.

Aber nicht nur das: Auch am Tag danach will selbst bei den Wähler/innen, die verloren haben, keine rechte Katastrofenstimmung aufkommen. So viel Vertrauen in die Demokratie ist da, dass jeder der relevanten Parteien die Suche nach der bestmöglichen Lösung für die anstehenden Probleme zugetraut wird - und der Opposition eine gute Korrekturfunktion.

Und noch was: Eine Demokratie, die eine Frau an die Spitze und einen Schwulen in den Außenministerposten wählt, ohne dass dies im Wahlkampf je thematisiert worden wäre - einfach, weil es das Natürlichste der Welt ist - darf sich ruhig anerkennend auf die Schultern klopfen.  Damit kann Deutschland sehr wohl ein vorbildliches Beispiel für Gleichstellung abgeben - und sich mit Kraft und Überzeugung daran machen, der Gleichstellungspolitik im In- und Ausland weitere Flügel zu verleihen.

Denn es gibt immer noch viel zu tun - packen wir’s alle an!

Webtipp: Melodiva

September 24th, 2009

ANA & ANDAGerne veröffentlichen wir heute einen Webtipp:

Auf Melodiva gibt es jede Menge zum Thema “Frau und Musik” zu entdecken:

Workshops, Konzerte, CD-Reviews, ein Forum, interessante Artikel und einen informativen Newsletter.

Außerdem den “Band-Index“, das einzige Verzeichnis von Frauenbands und Musikerinnen im deutschsprachigen Internet.

Wir sind da natürlich auch zu finden ;-)

Urheberin ist das Frauen Musik Büro Frankfurt.

Viel Spaß beim Stöbern!

Die Vision eines friedlichen Zusammenlebens in Verschiedenheit

September 24th, 2009

ANA & ANDA, VisionenJeder Mensch ist anders.

Was so banal klingt, ist im täglichen Leben aber immer wieder schwer zu akzeptieren. Die eigene Sicht auf die Welt und andere Menschen ist uns naturgemäß am nächsten. Vorurteile und Allgemeinplätze sind außerdem weniger anstrengend, als eine fundierte Auseinandersetzung mit dem, was uns fremd ist.

Manchmal taucht dann auch plötzlich das Totschlagargument auf: “Das passt einfach nicht zusammen!” Ob Christentum und Islam, Frau und Mann, Menschen mit und ohne “Migrationshintergrund” - es passt halt nicht, Punkt!

In Track 8 unseres neuen Musikprojekts “Neustart! Zwölf musikalische Visionen” treten wir den Gegenbeweis auf musikalischer Ebene an. An Klavier und vietnamesischem Holzschlagzeug zeigen wir in “Geist im Glas”, dass auch zwei völlig verschiedene Partien zusammenpassen können.

Lassen Sie sich überraschen!

Vielen Dank an unsere Geldgeber/innen, die das Projket unterstützen:

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Dan Moi Weltmusikinstrumente

Kulturbüro Karlsruhe

Neue Website und neuer Shop

September 23rd, 2009

ANA & ANDAEs ist soweit: Unsere Website erstrahlt im neuen Glanz - und einen Shop gibt es noch dazu.

Die Arbeit daran war sehr zeitraubend, weshalb wir uns ein wenig aus dem Blogleben zurückgezogen hatten.

 Nun aber sind wir wieder da - und laden herzlich ein zum Besuch der neuen Site:

www.ANAundANDA.de

und des neuen Shops (der aber in nächster Zeit noch wachsen wird…):

http://shop.anaundanda.de

Viel Spaß dabei!

Die Vision einer offenen, neugierigen Gesellschaft

August 27th, 2009

ANA & ANDAEin Hundespaziergang bei Vollmond im schlafenden Dorf. Bei Nacht ist das Dorf still – von außen. Vergitterte Fenster, Spalier stehende Bewegungsmelder, grüne Rasen, aufrechte Hecken.

Durch das Stimmungsbild einer „Scheinidylle“ wird in Track 7 von “Neustart! Zwölf musikalische Visionen” deutlich, wie eng der Horizont wird, wenn wir nicht über den Tellerrand hinaus schauen.

Mag sein, das wir uns alle ein bequemes Leben wünschen. Wenn aber die Bequemlichkeit dazu führt, dass von außen nichts mehr zu uns durchdringt, wird sie fragwürdig. Zuhause vor dem Fernseher ist die Welt schön fernsteuerbar - was nicht gesehen werden will, wird eben weggezappt. Die reale Welt aber lässt sich nicht mit der Fernbedienung steuern. Wer sich nicht aktiv für ihre Gestaltung einsetzt, kann eines Tages von den Geschehnissen auch einfach überrollt werden.

Begegnen wir einander also offen und neugierig - wir können dabei nur gewinnen.

Vielen Dank an unsere Geldgeber/innen, die offen und neugierig auf unsere Visionen waren:

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Kulturamt Karlsruhe

Die Vision einer fairen und gerechten Gesellschaft

August 19th, 2009

ANA & ANDA mit Akkordeon und CajónDen Wunsch nach einer fairen und gerechten Welt tragen wahrscheinlich fast alle Menschen in sich. Im realen Leben aber scheint das Ganze sehr viel schwieriger zu sein.

In Track 6 der neuen CD “Neustart! Zwölf musikalische Visionen” haben wir uns von Gedanken um Fairness und Gerechtigkeit inspirieren lassen.

Alle sollen die gleichen Chancen haben, gleiche Arbeit soll gleich entlohnt werden, Benachteiligte sollen durch besondere Förderung die gleichen Möglichkeiten erhalten wie alle Anderen - was sich so einfach anhört, funktioniert oft nur, solange wir in unserem eigenen Leben keine unangenehmen Konsequenzen ziehen müssen.

Fairness gut und schön - aber wer greift schon tiefer in die Tasche und lässt das Billig-Hemd hängen, damit keine Textilarbeiter/innen mehr ausgebeutet werden?

Gerechtigkeit für die Bäuerinnen und Bauern - ja sicher; aber nur, wenn die Milch so schön billig bleibt!

Gleiche Bildungschancen für alle - na ja, aber nur, wenn das die “Turboausbildung” nicht gefährdet.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit von Frauen und Männern - können wir das nicht auf nach der Wirtschaftskrise verschieben?

Über Gerechtigkeit reden, ist einfach - sie im täglichen Leben umzusetzen ist aber die eigentliche Herausforderung. Billige Kleidung gibt es auch im SecondHand-Laden, faire Milch im Biomarkt - und politische Entscheidungen können wir z.B am 27. September an der Urne beeinflussen.

Musikalisch setzen wir die Vision von Fairness und Gerechtigkeit in der Komposition “Conversation”, Track 6, um: Akkordeon, vietnamesisches Holzschlagzeug und Fußpercussion kommunizieren “gleichberechtigt” miteinander - kein Instrument gibt alleine den Ton an, sondern alle ergänzen sich gegenseitig.

Vielen Dank an unsere Geldgeber/innen, die unsere Visionen unterstützen:

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Kulturamt Karlsruhe

Glanzlichter im Naturkundemuseum

August 5th, 2009

ANA & ANDAGerade kommen wir nach Hause von der Eröffnung der Glanzlichter-Ausstellung im Naturkundemuseum Karlsruhe.

Prädikat: Unbedingt hingehen!!

Jährlich findet der “Glanzlichter-Wettbewerb” statt, bei dem das “projekt natur & fotografie” die besten Naturfotografien sucht, auszeichnet und ausstellt. Die Ausstellungen finden übrigens in ganz Deutschland und im Ausland statt und laufen teilweise parallel - es lohnt sich also, die Glanzlichter-Homepage zu besuchen und dort nach der eigenen Stadt zu gucken.

Es ist eine wunderbar entspannende Ausstellung - vor allem für solch verstädterte Menschen wie z.B. uns… Wände voller Landschaften, Pflanzen und Tiere, die in ganz besonderen Augenblicken verewigt wurden. Die Fotografinnen und Fotografen teilen Momente mit uns, die zum Staunen, Kopfschütteln, Lachen und manchmal ungläubigem Kopfschütteln führen.

Und das gleich auf mehreren Ebenen: Über die Natur mit ihren “Launen” und “Einfällen” an sich, über die merkwürdigen Zufälle und über die große Kunst der Fotograf/innen, die es schaffen, ein Bild “mehr als tausend Worte” sagen zu lassen.

Schon mal eine Fledermaus im Anflug auf ihre Beute gesehen? Die Anmut eines Schilfhalms, der einen Wassertropfen “auffängt”? Einen Feldhamster, der Bekanntschaft mit einem klickenden Strohballen (da war der Fotoapparat drin versteckt….) macht? Landschaften, die ganz “echt” sind und trotzdem wie aus einem Fantasiefilm entsprungen scheinen?

Nein? Dann nichts wie hin in die Glanzlichter-Ausstellung! Und vielen Dank an die Glanzlichter-Macher/innen und das Naturkundemuseum Karlsruhe, das uns heute einen wunderschönen Abend geschenkt hat!

5. Die Vision einer toleranten Gesellschaft, die „das Andere“ anders sein lässt

August 5th, 2009

ANA & ANDA, Musik und VisionenNach ein paar Tagen “Ruhepause”, in denen wir das Booklet der neuen CD fertiggestellt und alles zur Vervielfältigung ins Presswerk geschickt haben, melden wir uns endlich wieder zu Wort - mit der nächsten Vision.

In Track 5 der neuen CD “Neustart! Zwölf musikalische Visionen”, die es auch als Download geben wird, geht es um Toleranz. Sie gilt als Tugend und so bezeichnen wir uns fast alle gerne als “tolerant”.

Wenn es nur so einfach wäre!

Toleranz ist dem Menschen nicht gerade angeboren. Wir müssen sie üben - und dabei auch immer wieder neu überdenken. Wenn etwas anders ist, als wir es kennen und für “normal” halten, irritiert uns das zunächst. Aus dieser Irritation kann entweder Neugier oder Abwehr entstehen.

Abwehr entsteht vor allem, wenn wir uns von diesem “Anderen” bedroht fühlen. Bei tatsächlicher Gefahr ist diese Abwehr natürlich wichtig und begründet. Leider aber entstehen Bedrohungsgefühle oft aus persönlichen Empfindlichkeiten, die uns eine Gefahr erkennen lassen, wo gar keine ist.

Z.B. sind wir vielleicht in unseren religiösen Gefühlen unsicher - und prompt fühlen wir uns durch das Auftauchen einer anderen Religion bedroht. Oder wir sind wegen dem sich verändernden Familienbild verunsichert - und schon scheint es uns “gefährlich”, wenn Lesben und Schwule Regenbogenfamilien gründen. Oder wir spüren, wie viel Kraft es uns kostet, mit den Neuen Medien zurecht zu kommen - und ganz schnell sind wir bereit, die junge “Internetgeneration” als unsozial und unseren Werten abgewandt zu verteufeln.

Wenn wir ehrlich bleiben, ist es doch in solchen Fällen nur unsere eigene Angst, die sich in diesen Bedrohungsgefühlen widerspiegelt. Akzeptieren wir aber die Angst als solche und konfrontieren wir uns mit ihr, kann sie oft gut überwunden werden.

Intoleranz entsteht auch durch vorgefertigte Bilder. Mit diesen arbeiten wir in Track 5 mit dem Titel “Dornröschen”. Demnächst in diesem Theater…

Vielen Dank an unsere Geldgeber/innen, die unsere Visionen unterstützen:

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Studiotagebuch - Tag eins nach den Aufnahmen

Juli 24th, 2009

Neustart - CD-CoverEin letzter Eintrag noch, bevor wir das Tagebuch schließen - obwohl es ja theoretisch immer weitergeführt werden könnte…

Heute ist ein schöner Tag. Zwar tun wir den ganzen Tag nichts Anderes als schuften - aber dazu läuft immer mal wieder die Master-CD von “Neustart - zwölf musikalische Visionen” und beflügelt die Arbeit.

Gearbeitet haben wir heute vor allem am Booklet -und hier geben wir auch schon mal einen kleinen Einblick darauf. Und da das Booklet 16 Seiten haben wird, ist es nicht grade wenig Arbeit.

So langsam geht der Tag jetzt aber zu Ende - denn heute Abend machen wir früh Feierabend, um aufs FEST zu gehen. Einmal im Jahr trifft sich schließlich ganz Karlsruhe dort - da dürfen wir auch nicht fehlen…

Und am Montag geht dann der ganz gewöhnliche Alltag wieder los - aber die CD liegt ja für eventuelle “Visionsauffrischungen” neben uns.

Vielen Dank an unsere Geldgeber/innen, die unsere Visionen unterstützen:

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Studiotagebuch - Tag vier

Juli 23rd, 2009

im Tonstudio 2009Da liegt sie - die Master-CD von “Neustart - zwölf musikalische Visionen“!

Es war einfach nur schön heute. Wir fuhren ins  Tidalwave-Tonstudio zu Patrick (diesmal, ohne uns zu verfahren…), setzten uns auf das Sofa in seinem Abmischraum und hörten uns das Werk an. Und wir hatten keinerlei Änderungswünsche mehr - Patrick hat das einfach nur genial gut gemacht!

Ja, es ist auch für Profis wie uns etwas Besonderes, uns selber zu hören. Schließlich ist es ein großer Unterschied, ob sich die Konzentration auf das richtige Tempo, das fehlerfreie Umgreifen, das rechtzeitige Einsetzen und tausend andere Kleinigkeiten richten muss, oder ob es einfach nur auf das Zuhören ankommt.

Und wenn wir uns dann selber hören, wird uns auch wieder klar, dass es wirklich keine Schublade gibt, in die wir passen. Die CD ist eine Einladung zu einer Reise ins Unkonventionelle, Neue, Unbekannte. Und was würde besser zum Thema “Visionen” passen?

Wir freuen uns darauf, zu dieser Reise einzuladen: Am 1. Dezember startet der “Visionskalender” und bis zum 24. Dezember geht jeden Tag ein Törchen zu einer neuen musikalischen Vision auf. Bis dann bereiten wir das Booklet für die CD vor, richten den Shop ein, in dem wir die Downloads und CDs verkaufen und erzählen überall herum, wie stolz wir auf unsere neue Produktion sind…

Vielen Dank an unsere Geldgeber/innen, die unsere Visionen unterstützen:

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