Gelb und Gold

gelbe Fliege und gelbes Einstecktuch
mit gelber Fliege und gelbem Einstecktuch

Farben und ihre Bedeutung: Gelb und Gold

Seiden-Accessoires in Gelb und Gold

Im Frühling tragen viele unserer Kundinnen und Kunden bei den Seidenaccessoires wieder bevorzugt helle, sonnige und freundliche Farben; einer der Favoriten ist dabei Gelb. Wir sind selbst immer wieder überrascht, wieviele Farbschattierungen es in Gelb gibt. Von Farben wie Maisgelb, Zitronengelb oder Ockergelb haben Sie sicher auch schon gehört, doch kennen Sie auch Farben wie Currygelb, Melonengelb, Leuchtgelb, Pastellgelb oder Sonnengelb? Und in etwas dunkleren Nuancen wird Gelb auf der Bio-Seide auch schnell zu Gold. Da wir alle Farben selber mischen, besteht hinsichtlich der Farbnuancen eine nahezu unendliche Vielzahl von Möglichkeiten für die Farbwünsche unserer Kundschaft.

Gelb ist eine sehr fröhliche und unbeschwerte Farbe, die für Leichtigkeit, Beschwingtheit und Unbekümmertheit steht. Diese Attribute passen sehr gut in die Jahreszeit, in der die Natur zu blühen beginnt und wir dank der wärmeren Temperaturen die Schwere des Winters ablegen dürfen. Gelb ist daher eine typische Frühlings- und Sommerfarbe. Übrigens ist nicht jedes Gelb strahlend und hell. Eine ganz andere Seite des Gelb erleben wir, wenn wir an Farben wie Ockergelb, Safrangelb oder Honiggelb denken und auch das glänzende Gold oder Goldgelb zeigt, dass Gelb eine sehr nuancenreiche Farbe ist.

Gold oder goldgelb wirkt hier anders als gelb sehr festlich und würdevoll. Es eignet sich also als Accessoire besonders für Anlässe, bei denen Eleganz und ein würdevolles Auftreten angebracht sind.


zweifarbige Fliege in schwarz-gelb
Fliege schwarz-gelb zweifarbig
Seidenfliegen und Seidenschleifen in gelb und gold

Gelbe Fliegen und Schleifen sind etwas sehr Besonderes, Auffälliges. Insbesondere in Kombination mit einer zweiten Fliegenfarbe werden diese Seidenfliegen zu einem äußerst ungewöhnlichen Accessoire. Sehr beliebt sind bei unseren Kunden Seidenfliegen und Schleifen in Safrangelb oder Currygelb.

Gold oder goldgelb hingegen wirkt bei Fliegen und Schleifen aus unserem Bio-Seidensatin wiederum sehr festlich. Eine goldene Fliege bleibt zwar ungewöhnlich, passt aber durchaus zu einem modebewussten Träger, der sich damit auch bei festlichen Anlässen zeigen kann.


goldene Krawatte
Krawatte in gold
Seidenkrawatten in gelb und gold

Seidenkrawatten in Gelbtönen sind ideale Begleiter zur Sommerbekleidung. Sie sind wiederum eher etwas für "Mode-Mutige", die auch gerne ein paar Blicke auf sich ziehen. Etwas dezenter wirkt es, wenn eine gelbe Krawatte auf einem gelben Hemd getragen wird. Auf schwarz wird das Gelb der Krawatte sehr auffällig und leuchtend.

Seidenkrawatten in Honiggelb, Goldgelb oder Gold sind attraktive Farbtupfer, auch zu braunen und beigen Anzügen und Hemden. Für Krawatten gilt hier dasselbe wie für Fliegen und Schleifen: Goldene Krawatten wirken festlich, elegant und sind auch für seriöse Anlässe gut geeignet - aber nicht unbedingt die dezente Variante.

Eine ideale Ergänzung zu Seiden-Krawatten, -Fliegen und -Schleifen in Gelb sind übrigens gelbe oder goldene Einstecktücher, entweder im genau gleichen Gelb oder Gold oder in einer anderen Nuance der gleichen Farbe. Einstecktücher unterstreichen, wenn sie mit Krawatten oder Fliegen getragen werden, die Eleganz. Alleine getragen können Einstecktücher aber auch ein guter Kompromiss für Jene sein, die ungern Krawatten oder Fliegen tragen und trotzdem "seriös" und elegant wirken wollen. Gelbe und goldene Einstecktücher sind längst nicht so auffällig wie gelbe und goldene Krawatten, Fliegen und Schleifen, sondern ein frischer Farbtupfer für Menschen, die gerne dunkle Hemden und Anzüge tragen.


Schal goldgelb
goldgelber Schal aus Bio-Seide
Seidentücher und Seidenschals gelb

Gelbe Seidentücher und Seidenschals wirken frisch und lebendig und kommen besonders gut auf dunkleren Farben oder auf schwarz zur Geltung. Ein gelbes Tuch aus Bio-Seide ist auffällig und zieht die Blicke auf sich. Gelb ist eine Signalfarbe und wer auffallen will oder vielleicht sogar muss, ist mit einem gelben Schal gut bedient.

Besonders elegant wirken Seiden-Tücher und Seiden-Schals in Gold und Goldgelb. Dieses Gelb gewinnt an Tiefe und Intensität und ist insbesondere für Accessoires beliebt, die zu festlichen Anlässen getragen werden. Nicht weniger attraktiv ist das etwas gedeckte Currygelb oder auch ein feines Honiggelb.


In unserem Atelier haben wir über 500 Farbmuster, hinter denen sich die Mischrezepte zum Färben der Bio-Seide verbergen. Darunter sind natürlich auch unzählige Gelb- und Gold-Töne. Von hellgelb über zitronengelb bis zu dunkelgelb und gold ist alles möglich und es macht immer wieder Spaß, in den vielen Farben zu stöbern und das jeweils Passende herauszusuchen.

Ein paar Beispiele für Krawatten, Fliegen, Tücher, Einstecktücher und Schals in gelb und gold finden Sie in diesem Beitrag. Mehr gibt es auch auf folgenden Seiten:

gelbe und goldene Uni-Krawatten

gelbe und goldene Einstecktücher

gelbe und goldene einfarbige Fliegen

zweifarbige Fliegen mit gelb oder gold

gelbe und goldene Tücher und Schals aus Bio-Seide


Übrigens sind alle von uns verwendeten Materialien für die Seidenaccessoires öko, bio und/oder fair und entsprechen Nachhaltigkeitskriterien.

Sie suchen Ihr ganz persönliches Gelb? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf, indem Sie uns eine mail schreiben unter info@anaundanda.de oder indem Sie uns anrufen: 0721/8306129. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Ausstellung Kreatives Schreiben

Ausstellung Kreatives Schreiben Kinder
Durchs Regal gesprochen: Eröffnungsrede

Bilder von der Ausstellung Kreatives Schreiben

Die Ausstellungseröffnung in Bildern

Vor einer Woche eröffneten wir die Ausstellung "Kreatives Schreiben" in der Stadtteilbibliothek Mühlburg. Sie läuft noch bis zum 27. April und es werden über 400 Werke der Kinder aus den 2.-4. Klassen der Werner-von-Siemens-Schule präsentiert. In einer AG "Kreatives Schreiben" ließen wir 38 Kinder ihr kreatives Potential entdecken und entfalten und nach Lust und Laune Geschichten erfinden.

Höchste Zeit, auch ein paar Bilder von der Ausstellungseröffnung zu veröffentlichen. Sie geben einen schönen Einblick in eine Eröffnung, die voller Staunen von groß und klein für die kreativen Werke der Kinder war.

Mehr zur Stadtteilbibliothek Mühlburg

Mehr zur Ausstellung Kreatives Schreiben und zu den Öffnungszeiten

Kreatives Schreiben Kinder
Eröffnungsrede
Kreatives Schreiben Ausstellung
Regal mit Auge...
Kreatives Schreiben für Kinder
Lesen, lesen, lesen
Kreatives Schreiben Karlsruhe
im Gespräch
Kinder und kreatives Schreiben
Stöbern zwischen den Regalen
Grundschule Kreatives Schreiben
im Gespräch
Kreatives Schreiben Kinder Karlsruhe
passendes Outfit

Kreatives Schreiben Eröffnungsrede

Kreatives Schreiben Kinder
Ausstellungs-eröffnung Kreatives Schreiben

Eröffnungsrede zur Ausstellung "Kreatives Schreiben"

Unsere Rede zur gestrigen Ausstellungseröffnung

Es war einmal eine Gurke – ein schnarchendes Ungeheuer – ein Dreihorn – eine beschleunigte Raupe – eine betrunkene Eule – ein verrückter Wissenschaftler – ein grünes Monster – ein Hasenschloss – ein Windkonzert – und und und...

Herzlich Willkommen in der Welt der Geschichten! Wir begrüßen Sie und Euch herzlich zur Ausstellungseröffnung "Kreatives Schreiben". Ihr, liebe Kinder, seid zwar eigentlich die Hauptpersonen heute – wir bitten Euch trotzdem um etwas Geduld, wenn wir nun ein paar Worte an die Erwachsenen richten.

Als Künstlerinnen-Duo gibt es uns inzwischen seit 10 Jahren und in dieser Zeit sind Dutzende von Bühnenprogrammen, unzählige Kompositionen und Lieder, zwei CDs und ein Modelabel entstanden. Wir unterhalten sieben Homepages, einen Blog, das Ökofair-Portal Karlsruhe und drei Facebook-Seiten und es gibt kaum einen Tag, an dem wir nicht neue Projekte planen würden.

Das war nicht immer so und der Weg dahin war lang und schwierig. Die Idee, mit Kindern kreativ zu arbeiten, gefiel uns deshalb gut. Kindern etwas von dem mit auf den Weg zu geben, was uns selber gefehlt hatte, war ein schöner Gedanke.

Erfahren hatten wir von der Möglichkeit, Förderungen für Schulprojekte zu beantragen, durch unsere Kontakte zum Kulturamt. Und genau so wurden wir auch auf die Kinderliteraturtage aufmerksam. Bis dahin arbeiteten wir erst im Theaterbereich mit Kindern – unter anderem auch an der Werner-von-Siemens-Schule. Deren Leiterin Frau Schäfer – immer offen für neue Ideen und Projekte – war sofort interessiert. Und das Kulturamt bewilligte den erhofften Zuschuss. Ihnen, Frau Schäfer und dem Kulturamt nochmals ein herzliches Dankeschön!

Wir schrieben Ende 2011 einen Elternbrief. Einen Tag vor der ersten Doppelstunde Kreatives Schreiben telefonierten wir mit einer Lehrerin, die uns von etwa acht Anmeldungen berichtete. Sie können sich unsere Überraschung vorstellen, als uns Frau Schäfer am nächsten Tag kurz vor Beginn der Schreib-AG von über 100 Anmeldungen erzählte!

Sie hatte schon die Kinder aus der ersten Klasse aussortiert, aber es blieben immer noch fast 40 Kinder der 2.-4. Klasse übrig. Viel zu viel für eine Gruppe – und wir mussten für die erste Stunde zusätzliche Stühle organisieren und die Kinder teilweise auf ihren Knien arbeiten lassen.

Was tun? Wir entschlossen uns zu einem ungewöhnlichen Schritt: Einer "Feuerwehrmail" an verschiedene Service Clubs in Karlsruhe mit der Bitte um ganz schnelles finanzielles Einspringen. Und wir hatten Glück – der Rotary Club Karlsruhe schrieb uns wenig später eine positive Antwort. Diese Spontaneität und das damit verbundene Vertrauen in unsere Arbeit, die der Rotary Club damals ja noch gar nicht kennen konnte, finden wir äußerst beachtenswert. Hiermit nochmals ein ganz dickes Dankeschön an den Rotary Club Karlsruhe!

Nun hatten wir also zwei Gruppen, mit denen wir über einen Zeitraum von 10 Wochen Kreatives Schreiben praktiziert haben. Was aber ist Kreatives Schreiben?

Den Kindern erklärten wir das so: Uns interessieren Eure Geschichten. Es ist uns egal, ob Ihr Fehler macht, wir geben keine Noten, vergleichen nicht und korrigieren nicht in Euren Geschichten herum. Wichtig sind nur Eure Ideen.

Dann präsentierten wir eine "Inspirationsquelle" – jedes Mal eine andere. Das konnte ein Bild, ein Geräusch, ein Duft, etwas zum Anfassen oder sogar etwas Essbares sein.

"Was fällt Euch dazu ein?" war unsere Frage – und die Antworten sprudelten heraus, zuerst zaghaft, dann immer schneller, nachdem die Kinder gemerkt hatten, dass wir wirklich Wort hielten und jede Idee akzeptierten. Jedes Mal war die Wandtafel ganz schnell dicht vollgeschrieben mit Begriffen.

"OK, dann schreibt und zeichnet mal los!", war unsere nächste Aufforderung. In der ersten Stunde hielten wir die Luft an. Was würde passieren? Würden uns die Kinder verständnislos angucken und mehr "Führung" erwarten. Würden sie sich trauen, einfach drauflos zu schreiben und zu malen?

Sie trauten sich! Schon in der ersten Stunde kamen fast alle Kinder zu einem Ergebnis. Der erste Schritt war somit getan. Was aber nicht heißt, dass wir frei von Schwierigkeiten blieben. Manche Kinder schrieben nur das auf ihr Blatt, was vorne auf der Wandtafel stand – schön und fehlerfrei... Andere korrigierten sich sicherheitshalber selber mit dem Rotstift oder schrieben Kommentare wie "falsch" unter ihr Werk. Wieder andere zogen in mühsamer Arbeit Linien auf das Papier, damit die geschriebenen Zeilen schön gerade wurden.

Wir sind Künstlerinnen, keine Pädagoginnen und keine Lehrerinnen. Aus eigener täglicher Erfahrung wissen wir, dass sich Kreativität nur in einem Ambiente relativer Sicherheit entwickeln kann. Jeder negative Kommentar bedroht diese Sicherheit und kann das kreative Tun behindern. Also ließen wir auch Selbstkorrekturen, Linien und Abschreiben unkommentiert und nahmen die entstandenen Werke mit.

Zuhause tippten wir alles ab und druckten es auf DIN A6-Karten aus – auch nur abgeschriebene Wörter. Dabei korrigierten wir beim Abtippen die Rechtschreibfehler und wo nötig auch mal die Satzkonstruktion. Das nächste Mal brachten wir die Originale und die Ausdrucke mit und teilten sie wieder aus.

Der Effekt war noch besser, als wir es gehofft hatten. Stolz hielten die Kinder ihre Werke in der Hand – der erste Bann war gebrochen. Nun konnte es weitergehen. Um die Kinder, die nur abgeschrieben oder sogar gar nichts aufgeschrieben hatten, kümmerten wir uns dann besonders. Schnell stellte sich heraus, wie viel Angst diese Kinder bereits vor Fehlern und einer schlechten Bewertung hatten.

"Mir fällt aber nichts ein", sagte eines dieser Kinder auf die Ermutigung hin, doch auch mit einer Geschichte anzufangen. Also schauten wir uns das Bild nochmals zusammen an. Eine Tänzerin war darauf zu sehen. "Was glaubst Du denn, wie alt die Tänzerin ist?", fragten wir. "28 Jahre", kam die prompte Antwort. "Na also, dann schreib das mal auf!" Das Staunen beruhte auf Gegenseitigkeit: Das Kind staunte darüber, dass wir die 28 Jahre für eine wichtige Information hielten – und wir staunen bis heute darüber, wie schnell und sicher die Antwort auf die Altersfrage kam.

Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig gegenseitiger Respekt und Akzeptanz sind. Ausnahmslos alle Kinder fassten früher oder später das Vertrauen in diesen Respekt, den wir ihnen entgegenbrachten, von ihnen aber auch in Bezug auf uns und die anderen Kinder erwarteten.

Denn leider zeigte sich, dass die Kinder – geprägt vom Benotungssystem – sich oft genug selber gegenseitig kritisierten und schlecht machten. Das Gefühl, sich durch Abwertung anderer Leistungen besser zu stellen, war weitverbreitet. Wir mussten mehr als einmal klarstellen, dass dies bei uns gänzlich unerwünscht war.

Denn nur dadurch konnten ausnahmslos alle Kinder einen Punkt erreichen, an dem sich ihre ganz individuelle Kreativität zeigte, ihre Schaffenskraft mit ihrer – im wahrsten Sinne des Wortes – ganz persönlichen Handschrift.

Kinder wollen experimentieren – und haben viel zu oft nicht den Raum dafür. Es gab Kinder, die absichtlich möglichst unleserlich schrieben. Es gab Kinder, deren Geschichte überhaupt nichts mit dem präsentierten "Thema" zu tun hatte. Oder solche, deren Geschichte nur einen Satz lang war. Wir akzeptierten das alles. Und alles das erledigte sich ganz von selbst wieder, ohne pädagogische Ermahnung oder negative Kommentare.

Auf Sie warten nun in diesem Raum über 400 Werke, geschrieben von 38 Kindern in 10 Doppelstunden! Es sind Geschichten, Gedichte, Kurzgeschichten, Witze und Comics, es gibt Erfundenes und real Erlebtes, Schönes, Lustiges und Trauriges. Zu verdanken haben wir die Möglichkeit, diese Werke auszustellen, Frau Futterer, der Leiterin der Stadtteilbibliothek Mühlburg. Unsere Anfrage hat sie sofort und ohne Zögern positiv beantwortet – herzlichen Dank dafür!

Liebe Besucherinnen und Besucher, wir sind ein wenig stolz auf diese Ausstellung und in freudiger Aufregung. Aber wir sind auch etwas nervös. Denn jetzt kommt es auf Sie an.

Sie können nun von Station zu Station gehen und die Werke der Kinder bewerten, vergleichen, nach Fehlern suchen und entscheiden, welches die "besten" Ideen sind.

Sie können aber auch eine Haltung einnehmen, die sich alle Kreativen dieser Welt wünschen, ob groß oder klein. Legen Sie das Leistungsdenken unserer Gesellschaft ab und öffnen Sie die Augen für die kreative Kraft des Ausdrucks, die in jedem dieser Werke steckt. Begegnen Sie den Werken der Kinder mit Achtung und Respekt vor jeder einzelnen Idee, mit dem Bewusstsein, dass gerade in der Vielfalt und Individualität des Ausdrucks der menschliche Reichtum steckt, mit dem Auge, das Geschichten statt Fehler entdeckt.

Rechtschreibung entsteht nicht um ihrer selbst willen. Schreiben wollen wir nicht lernen, nur um des Schreibens willen. Wir wollen verstanden werden, mit Anderen kommunizieren, uns austauschen und Geschichten miteinander teilen. Das ist es, was uns motiviert, immer besser zu werden, nicht der Rotstift, nicht die Benotung und schon gar keine Wettbewerbe, wie sie in der Kunstwelt so gerne veranstaltet werden.

Bis heute haben die Kinder uns vertraut und aus diesem Vertrauen entstanden Geschichten, die uns allesamt bewegten und berührten. Ab heute vertrauen wir Ihnen, indem wir Ihnen die Geschichten der Kinder präsentieren.

Kreativität ist keine hübsche Nebensache – sie ist Lebenselixier und das, was den Menschen einzigartig macht. Sie schenkt uns Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, die notwendige Voraussetzungen sind, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Aber sie entwickelt sich nicht von alleine – sie verkümmert, wenn Anerkennung und Bestätigung fehlen. Seien Sie nicht so überheblich zu glauben, Sie könnten künstlerische Qualität erkennen. Die Geschichte hat mehrfach bewiesen, dass dies unmöglich ist – genannt sei hier nur das Beispiel Van Goghs.

An jeder Station der Ausstellung werden zwei Kinder auf dem Plakat präsentiert – und alle anderen Geschichten finden Sie gebündelt dabei hängen. Wie Sie sich nach allem, was wir gesagt haben, gut denken können, haben wir auch hier nicht versucht, eine qualitative Auswahl zu treffen.

Die Wahl fiel nach organisatorischen Kriterien – jedes Kind ist einmal auf einem Plakat dabei. Es lohnt sich also, auch in den Bündeln auf Entdeckungsreise zu gehen.

Wir hätten nie gedacht, dass wir in so kurzer Zeit so viel bei den Kindern auslösen könnten. Sie haben uns förmlich überrannt mit ihrer Bereitschaft, alles auszuprobieren, was wir ihnen boten und noch weit darüber hinaus zu experimentieren.

Insofern sind wir heute sehr glücklich – aber auch gleichzeitig hoch motiviert, so etwas über einen viel längeren Zeitraum wieder anbieten zu können.

Unser Wunsch ist, die Kinder ein ganzes Schuljahr lang begleiten zu können – so wie dies die Fritz und Thekla Funke-Stiftung an der Werner-von-Siemens-Werkrealschule und der Round Table 46 an der Tullaschule jeweils für ein Theaterprojekt ermöglichen.

Ob dies auch für das Kreative Schreiben der Werner-von-Siemens-Grundschule gelingt, hängt davon ab, ob wir Geldgeberinnen und Geldgeber dafür finden. Wir versprechen Ihnen: Wir bleiben dran!

Wir bieten das Kreative Schreiben für Kinder aber auch bei uns im Atelier außerhalb der Schule an. Infos darüber finden Sie dort auf dem Tresen, genau so wie die Infos zu den Theaterkursen für Kinder, bei denen die Kinder natürlich ebenfalls ihr ganz eigenes Stück erfinden.

Wir wünschen Ihnen und den Kindern der Schreib-AGs nun viel, viel Spaß mit den Geschichten der Ausstellung!

Die Ausstellung Kreatives Schreiben ist noch bis zum 27. April in der Stadtteilbibliothek Mühlburg zu sehen

Die Emanzipation des Familienministeriums

Buch Kristina Schröder
Kommentar zum Buch Kristina Schröders

Kristina Schröder erklärt die Welt

Familienministerin emanzipiert sich von ihren Aufgaben

Auf dem Schreibtisch und neben dem Bett stapeln sich die Bücher - da ist es doch auch mal schön, von einem Buch zu erfahren, dass wir sicher nicht lesen müssen...

Die Rede ist von "Danke, emanzipiert sind wir selber" von der Familienministerin Kristina Schröder. Die Rezensionen im Netz und ein Interview auf bild.de mit der Ministerin reichen vollends aus, um sich einen Eindruck des Buches zu verschaffen.

Nun wissen wir also endlich: Wir haben in Deutschland eine "verkrampfte Emanzipationsdebatte", die "Radikalfeministinnen" sind schuld daran, dass sich Hausfrauen nicht wohl fühlen, die "Strukturkonservativen", dass sich berufstätige Mütter mit Schuldgefühlen plagen und die roten und grünen Parteien, dass sich Frauen eine "Vollzeiterwerbsbiografie" wünschen! Wer wünschte sich nicht, dass eine Ministerin uns die Welt in so einfachen Worten erklären könnte!

Und noch dazu nicht die "Familienministerin", nein, die Ministerin für "Familien, Senioren, Frauen und Jugend"! Die muss es ja wissen, gerade auch, wenn es um Frauen geht!

Es ist auch praktisch, dass sie uns gleich selber sagt, worin sie uns allen ein Vorbild ist: Seit sie ein Kind habe, mache sie möglichst um 17 Uhr Schluss und lege keine Termine auf den Abend. Das sei es, was sie "als Chefin" vorlebe.

Na wunderbar, liebe Eltern, da habt Ihr es! Warum macht Ihr nicht einfach alle um 17 Uhr Schluss und legt keine Termine mehr auf den Abend! Was die Familienministerin kann, könnt Ihr doch wohl schon lange!

Interessant auch, dass Kristina Schröder nach eigenen Aussagen durch ihre "Flexiquote" Tausende von Frauen (!) in die Unternehmen bekommt, während eine starre Quote nur 75 Frauen in Führungspositionen bringen würde. Also ehrlich, warum rollen wir ihr nicht längst den roten Teppich aus?

Da wir ja nun alle schon selber emanzipiert sind, brauchen wir natürlich bei genauerer Betrachtung auch kein Familien- und Frauenministerium mehr. Und das ist ja vielleicht der tiefere Grund für das Buch von Kristina Schröder: Sie schafft sich gerade selber ab und kann somit ruhigen Gewissens täglich um 17 Uhr Schluss machen und ihr Familienleben pflegen...

Eigentlich wäre das Ganze zum Lachen - wenn es nicht von der Spitze des Ministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend kommen würde. Und wenn Kristina Schröder nicht - wissend oder unwissend - zum Teil Argumentationen des Antifeminismus' bemühen würde, einer höchst fragwürdigen und undemokratischen Bewegung.

Vielleicht hätte sie die Broschüre des Gunda-Werner-Instituts "Die antifeministische Männerrechtsbewegung" lesen sollen - die Lektüre dieses Buches lohnt sich nämlich wirklich!

Kreatives Schreiben Kinder

Ausstellung Kreatives Schreiben

Kinderliteraturtage: Kreatives Schreiben-AG stellt aus

Zehn Wochen lang boten wir Kindern der 2.-4. Klassen der Werner-von-Siemens-Schule in einer AG Kreatives Schreiben die Möglichkeit, ohne Angst vor Fehlern drauflos zu schreiben und ihre eigenen Welten zu erschaffen. Über 400 Werke haben die Kinder in dieser Zeit kreiert und die Inspirationen dabei aus Bildern, Klängen, Düften, Fotos und gemeinsamen Ideensammlungen bezogen.

Nun ist es soweit: Im Rahmen der Kinderliteraturtage in Karlsruhe werden die kreativen Werke der Kinder vom 17.-27. April in der Stadtteilbibliothek Mühlburg ausgestellt. Die Eröffnung der Ausstellung findet am 17. April um 15 Uhr mit einer kurzen Einführung von uns in die künstlerische Arbeit mit Kindern statt.

Das Kreative Schreiben wurde gefördert vom Kulturbüro der Stadt Karlsruhe und dem Rotary Club Karlsruhe. Schon kurz nach der Ausschreibung in der Schule lagen über 100 Anmeldungen vor! Rund 40 Kinder lernten dann zu schreiben, "wie ihnen der Schnabel gewachsen ist". Dabei wurde aber gerade nicht nach "Begabung" ausgewählt, sondern einfach nur nach Alter – die Kinder der ersten Klasse dürfen beim nächsten Mal dabei sein. Die kreativen Potentiale der Kinder sichtbar machen war unser Ziel. Denn Rotstift, Noten und Leistungsdenken lassen den Spaß am Schreiben und Geschichtenerfinden viel zu oft schon gar nicht erst entstehen.

Manche Kinder brauchten etwas Zeit, um zu verstehen, dass sie hier nichts falsch machen können – aber alle haben früher oder später ihren Ideenreichtum aufs Papier fließen lassen. Wer sich davon selbst überzeugen will, kann das ab dem 17. April bei freiem Eintritt in der Stadtteilbibliothek Mühlburg tun.

Eröffnung der Ausstellung "Kreatives Schreiben" am 17. April um 15 Uhr in der Stadtteilbibliothek Mühlburg, Rheinstr. 95, 76185 Karlsruhe

Dauer der Ausstellung: 17.-27. April, Öffnungszeiten der Stadtteilbibliothek Mühlburg: Mo 14-18 Uhr, Di 14-19 Uhr, Mi 10-12 Uhr und 14-18 Uhr, Fr 14-17 Uhr.

Mehr zur Stadtteilbibliothek Mühlburg

Mehr zu den Kinderliteraturtagen

Mehr zum Kreativen Schreiben mit Kindern

Grüne Hochzeit

grüne Hochzeit
Grüne Hochzeit mit Accessoires aus Bio-Seide

"Grün" heiraten - Hochzeit und Ökomode

ökofaire Hochzeitsmode für Herren

Besonders häufig findet unser Ökomode-Label "nachhaltige eleganz" Nachfrage bei Hochzeits-Kundschaft - etwas, woran wir bei Gründung des Labels gar nicht gedacht haben.

Inzwischen freuen wir uns immer sehr, wenn eine Fliege, Schleife oder Krawatte passend zur Farbe des Hochzeitskleids der Frau gesucht wird. Da längst nicht mehr immer in Weiß geheiratet wird, ist es im Trend der Zeit, Hochzeitskrawatten, Hochzeitsfliegen, Einstecktücher und andere Accessoires für den Bräutigam in der Farbe zu wählen, die das Hochzeitskleid der Braut hat.

Hier entsteht eine echte Win-Win-Situation: Unsere Kunden schätzen es ganz besonders, dass sie bei uns das gewünschte Accessoire in einer Farbe erhalten können, die sich kaum von der Farbe des Brautkleides unterscheidet. Aktuell stehen uns hierzu über 500 selbst gemischte Farben zur Auswahl und in den allermeisten Fällen lässt sich eine passende Farbe finden. Wer es farblich ganz exakt und individuell wünscht, kann Krawatte, Fliege, Schleife, Einstecktuch o.a. in der ganz genauen Farbe wie das Hochzeitskleid - gegen einen Aufpreis - von uns bekommen.

Wir machen die Erfahrung, dass derzeit insbesondere grün in den unterschiedlichsten Farbvarianten gerne zur Hochzeit getragen wird. Ob zartes Pastellgrün, Salbeigrün, Lindgrün, frisches Frühlingsgrün oder andere Grün-Töne, ihnen allen ist gemeinsam, dass sie moderne und ästhetisch ansprechende Hochzeitsfarben sind.

Vielleicht trägt zu dieser Beliebtheit der Farbe Grün auch die symbolische Bedeutung von grün bei. Bekannt ist, dass grün u.a. auch für Neubeginn, Wachstum, Stabilität und Harmonie steht, Werte, die - vielleicht unbewusst - insbesondere für den Anlass der Hochzeit wichtig sind und mit den Wünschen zur Hochzeit eng verbunden sind.

Wir unsererseits freuen uns besonders darüber, dass wir für eine ökofaire Herstellung der Fliegen, Schleifen, Krawatten und Einstecktücher garantieren können. "Grüne" Hochzeit im symbolischen Sinne von Nachhaltigkeit also. Denn gerade zur Hochzeit sollten doch Kleidungsstücke ohne Missstände in der Textilherstellung eine Selbstverständlichkeit sein.

Alle Hochzeitskrawatten, Hochzeitsfliegen, Einstecktücher und Herrenschals werden von uns in wertvoller Handarbeit individuell gefertigt. Wir verwenden für unsere Produktion ausschließlich nachhaltige Materialien, wie fair gehandelte Bio-Seide mit GOTS-Zertifikat und Farben auf Wasserbasis, die ökologisch unbedenklich sind.

In unserem Künstlerinnenatelier in Karlsruhe freuen wir uns auch immer wieder über interessierte Gäste, die bei einer Tasse Tee Einblicke in unsere ungewöhnliche Arbeit nehmen wollen und die unsere Beratung schätzen.

Sie wohnen nicht in Karlsruhe oder Umgebung und können uns deshalb nicht persönlich besuchen? Dann beraten wir Sie auch gerne am Telefon oder per mail.

Wir freuen uns über Ihren Besuch nach vorheriger Terminabsprache, Ihren Anruf (Tel. 0721 830 61 29) oder über Ihre mail an info@anaundanda.de

Informieren Sie sich weiter unter:
- Hochzeitskrawatten
- Fliegen und Schleifen zur Hochzeit

Weltwoche hetzt gegen Roma

Weltwoche Titelbild Roma
Kommentar zur Roma-Hetze der schweizerischen "Weltwoche"

"Die Weltwoche" hetzt gegen Roma

Rassistisches Titelblatt der Schweizer Zeitung

Was passiert, wenn ein Land seine wahre Geschichte immer nur verdrängt und verleugnet und sich auf Mythen von heldenhaftem Widerstand (Wilhelm Tell) und "Neutralität" beruft, zeigt sich zur Zeit besonders krass am Beispiel des neuesten Titelbilds der Schweizer Zeitung "Die Weltwoche".

Zu sehen ist das Bild, auf dem ein Roma-Kind die Betrachterin mit einer Pistole bedroht, zum Beispiel auch im Roma-Blog aus Österreich. Untertitelt ist es mit: "Die Roma kommen: Raubzüge in die Schweiz".

Klare Worte findet auch der österreichische Journalist Robert Misik in seinem Blog.

Das ist mal wieder einer jener Tage, an denen die schweizerische Hälfte von uns ihren Schweizer Pass am liebsten dem Aktenvernichter übergeben würde. Die Versuchung ist umso größer, seitdem sie Doppelbürgerin geworden ist und auch einen deutschen Personalausweis besitzt...

OK, in Deutschland ist auch nicht alles in bester Ordnung. Aber so etwas? Undenkbar! Nun könnte argumentiert werden, Deutschland müsse da auch mehr aufpassen und sei vielleicht überempfindlich geworden. Weit gefehlt: Die Schweiz hat jahrzehntelang systematisch versucht, sich der "Fahrenden" zu entledigen. Hunderte von Kindern der Jenischen (das sind die Angehörigen der Fahrenden in der Schweiz) wurden ihren Familien entrissen, in Heime gesteckt, bekamen keine Ausbildung und wurden als billige Arbeitskräfte missbraucht. Die Konsequenz, mit der Angehörige fahrender Völker in der Schweiz verfolgt wurden, war im 20. Jahrhundert europaweit einzigartig.

Was die Weltwoche heute tut, hat also leider traurige Tradition in der Schweiz. Und wer die Suchmaschinen bemüht, wird feststellen, dass die Aufschreie wegen des aktuellen Titelbilds vor allem aus dem Ausland, aus Deutschland und Österreich kommen. Die Schweizer Bevölkerung hingegen scheint das einmal mehr als "normalen Journalismus" zu betrachten. So wie sie auch Ausländerhetze auf Plakaten zu Volksabstimmungen ohne Protest zur Kenntnis nimmt.

Dass sich viele Schweizerinnen und Schweizer aber gleichzeitig nach wie vor auf den Mythos der Neutralität und des pazifistischen "Gutmenschen-Staates" berufen, macht die Sache unerträglich. Wir empfehlen ihnen einen Besuch Berlins und seiner vielen Gedenkstätten zur Schreckenszeit der Nazis. Die Gefahr aber, dass sie sich davon keine Scheibe abschneiden, sondern einmal mehr selbstgefällig im "Wir-waren-es-ja-nicht"-Gefühl sonnen würden, ist leider groß. Und wer es nie gewesen ist, kann logischerweise nur einen Schluss ziehen: Alle Bedrohung kommt von außen und vom Fremden - weshalb Abschottung und Ausgrenzung die einzige sinnvolle Antwort sein kann.

Die schweizerische Hälfte von uns schämt sich heute mal wieder ihrer Herkunft...

Betreuungsgeld

Betreuungsgeld Kommentar
Kommentar zum Betreuungsgeld

Betreuungsgeld, Respekt und Wahlfreiheit

Gesunde Kindes-Entwicklung durch Betreuungsgeld?

Gut, dass es noch scharfsinnige Denkerinnen und Denker in diesem Land gibt! Was das Betreuungsgeld angeht, sitzen diese derzeit zum Beispiel in der Jungen Union Deutschlands. Ihre Pressemitteilung trägt den Titel "Betreuungsgeld ermöglicht elterliche Selbstbestimmung!"

Darin begründet sie ihre Befürwortung des Betreuungsgeldes damit, dass sie "individuelle Entscheidungen" befürworte und niemandem vorschreibe, wie er zu leben habe. Außerdem könne die "kognitive und emotionale Entwicklung" des Kindes nur gelingen, wenn das Kleinkind Sicherheit durch eine verlässliche Bindung erfahre. Und wörtlich: "Dies geschieht am besten durch die eigenen Eltern." Die Kitas könnten dies nicht leisten, sagt die Junge Union und versteigt sich sogar dazu, von einem "Versäumnis" zu sprechen, das später kaum mehr wettzumachen sei...!

Eine solche Verdrehung der Tatsachen ist fast schon bewundernswert. Keine Rede davon, dass es inzwischen genügend Studien gibt, die das genaue Gegenteil beweisen. Wie der Deutsche Frauenrat in seinen Informationen zum Betreuungsgeld berichtet, raten z.B. sowohl das Institut zur Zukunft der Arbeit als auch das Institut für Wirtschaft von der Einführung des Betreuungsgeldes ab. Längst hat sich gezeigt, dass Kinder, die frühzeitig Betreuungseinrichtungen besuchen, bessere Schülerinnen und Schüler werden und später bessere Bildungschancen haben.

Durch die Junge Union aber wissen wir jetzt besser Bescheid: Wer gegen das Betreuungsgeld ist, zeigt Respektlosigkeit gegenüber individuellen Entscheidungen von Eltern, bevormundet Familien, spricht sich gegen Wahlfreiheit der Eltern aus und gefährdet außerdem noch die kognitive und emotionale Entwicklung von Kleinkindern!

Na, wenn das so ist: Schaffen wir doch am besten die Kitas ganz ab! Das kostet zwar ein paar Arbeitsplätze, aber die zumeist weiblichen Beschäftigten könnten dann ja schwanger werden und selber ein paar Kinder in die Welt setzen. Das würde sie zum Bezug des Betreuungsgeldes berechtigen - und sie könnten darüber hinaus die "Versäumnisse" wieder wettmachen, die sie in den Kitas durch die Betreuung von Kleinkindern außerhalb der Familie möglich gemacht haben.

Ach ja, mit auf der Strecke blieben dann auch ein paar Sprachförderungsprogramme oder die Förderung der Erziehungskompetenz von Eltern durch Programme wie "STÄRKE", von denen viele Eltern erst durch Betreuungseinrichtungen erfahren. Aber das macht ja gar nichts: All dies wird locker aufgeholt durch die gelungene kognitive und emotionale Entwicklung des Kleinkindes, die am besten durch gestresste und am Existenzminimum lebende Alleinerziehende, Geringqualifizierte und Familien mit niedrigen Einkommen gesichert werden kann. Die nehmen nämlich in Thüringen, wo es bereits ein Betreuungsgeld gibt, diese Leistung am häufigsten in Anspruch. Dies nennt sich dann "Wahlfreiheit", weil ja alle Eltern selber schuld sind, die ihr Kind in eine Kita schicken und auf das Betreuungsgeld verzichten...

Schön, dass die Junge Union hier mal Klartext geredet hat.