Gastspiel-Rückblick Klagenfurt

Tour gegen Gewalt, Klagenfurt
Doppelbett in Klagenfurt

Tour gegen Gewalt: Klagenfurt-Eindrücke

Rückblicke auf das Gastspiel in Klagenfurt

Am 28.11. starteten wir nach Klagenfurt in Österreich, wo wir am 29.11. das letzte unserer Konzerte im Rahmen des Gedenktages "Nein zu Gewalt an Frauen" gaben.

ANA & ANDA, Klagenfurt
Hotel in Klagenfurt
Auch auf dieser Reiseetappe auf der Tour gegen Gewalt mussten wir glücklicherweise nicht in einem Stau stehen, aber kaum hatten wir Salzburg passiert, regnete es sturzbachartig. Zudem war es zu diesem Zeitpunkt schon dunkel, so dass die letzte Strecke bis nach Klagenfurt recht anstrengend wurde, da der Regen einfach nicht nachlassen wollte und noch Nebel dazu kam.

Schließlich erreichten wir nach ca. neunstündiger Fahrt Klagenfurt. Der Innenstadtbereich ist übersichtlicher als wir befürchtet hatten, so dass wir keine große Mühe hatten, unser sehr schönes Hotel zu erreichen. Die Rezeptionistin hatte gewusst, dass wir spät ankommen würden und es stand etwas Kräutertee zu unserer Begrüßung bereit. Nach der langen, konzentrierten Fahrt tat der Tee richtig gut und wir waren auch sehr dankbar für den freundlichen Empfang im Hotel.

Konzert gegen Gewalt, Klagenfurt
Zimmer mit Sofa!
Auch hier fanden wir ein sehr schönes, geräumiges und komfortables Zimmer mit einem richtigen Doppelbett vor. Mehr als sonst beschäftigte uns vor unserem Konzert gegen Gewalt in Klagenfurt, was für ein Publikum uns wohl erwartete und wie die Stimmung sein würde. Denn in Österreich waren wir zum Thema Gewalt noch nie aufgetreten.

Nach einer erholsamen Nacht und dem ausgesprochen schmackhaften und vielseitigen Frühstücksbuffett hatten wir den Vormittag des 29.11. noch frei, weil wir erst um 14.30 Uhr für die Konzert-Vorbereitungen am Veranstaltungsort eintreffen wollten. Wir nutzten die Zeit für einen Spaziergang durch die Altstadt von Klagenfurt. So lernten wir den Wochenmarkt und den Weihnachtsmarkt in Klagenfurt kennen und wir gingen auch schon mal zu Fuß zu unserem Veranstaltungsort, der sich in Gehnähe von unserem Hotel befand. Freizeit vor einem Konzert hat bei uns echten Seltenheitswert.

Musik gegen Gewalt, ANA & ANDA
Backstage-Bereich
Schließlich fanden wir noch Zeit für einen Imbiss im Hotel und erreichten pünklich unseren Veranstaltungsort, diesmal ein eingeführter Musik-Club der Stadt, das "stereo". Auch hier war an Licht- und Tontechnik alles vorhanden, so dass wir nur unsere Instrumente aufbauen mussten. Obwohl wir uns hier für eine Verstärkung der Stimmen entschieden, war der Licht- und Toncheck mit dem routinierten hauseigenen Techniker zügig gemacht und wir spielten kurz unsere Musikstücke als Vorbereitung fürs Konzert an.

In Klagenfurt erreichte uns zur Abwechslung ein warmer Imbiss eines ortsansässigen Catering-Services am Nachmittag und etwas später traf die Mitarbeiterin des Frauenbüros bei uns ein, um uns zu begrüßen. So ein warmherziger Empfang! Uns ging das Herz richtig auf dabei und wir freuten uns um so mehr auf das Konzert.

ANA & ANDA, Konzert gegen Gewalt
Das Konzert gegen Gewalt kann beginnen
Die Zeit bis zum Konzertbeginn vergeht für uns immer sehr schnell, obwohl wir fünf Stunden vor Veranstaltungsbeginn vor Ort eintreffen. Zuerst schauen wir uns den Raum an, entscheiden kurzfristig, ob und inwieweit unser eigenes Bühnenlicht oder unsere Tonanlage eingerichtet werden müssen. Bei Kleinkunstbühnen oder Musik-Clubs ist das normalerweise nicht der Fall, was uns ein wenig Zeit schenkt. Die Instrumente müssen allerdings immer aufgebaut werden und insbesondere das vietnamesische Holzschlagzeug und die Kleinperkussion benötigen doch einiges an Zeit für den Aufbau.

Dann folgt ein Anspielen aller Musikstücke sowie das kurze Ansprechen der überleitenden Texte. Es ist wie ein Konzert im Schnelldurchgang. Wir besprechen nochmals kurz alle Modalitäten für den Aufgang und den Abgang.

Schließlich nehmen wir uns die Zeit für einen Imbiss nebst Getränken. Beides wird von der Veranstalterin bereitgestellt und dann folgt das Schminken und Umziehen für die Bühne. Meist bleibt ein kurzer Moment zur inneren Sammlung und dann kann das Konzert beginnen.

Ca. eine Stunde vor Konzertbeginn trafen in Klagenfurt die örtliche Frauenbeauftragte als Auftraggeberrinund die zuständige Stadträtin der Grünen als Schirmherrin ein. Sie hatten als gemeinsame Veranstalterinnen das Konzert geplant und dazu eingeladen. Die Begegnung mit den beiden Veranstalterinnen war - genauso wie das Kennenlernen der Mitarbeiterin des Frauenbüros - von ausgeprägter Freundlichkeit und Herzlichkeit bestimmt. So gut gestimmt konnte das Konzert in dem gut besuchten Musik-Club nur ein voller Erfolg werden!

Und so war es dann auch: Die Stimmung im Publikum war von jener konzentrierten Aufmerksamkeit geprägt, die wir so lieben und die uns die Möglichkeit gibt, alle Feinheiten unserer Musik und Texte spielen zu lassen. Manchmal war es so still, dass jede zu Boden fallende Stecknadel fast als Lärm wahrgenommen worden wäre...! Großartig war auch der Techniker, der die Stimmen so feinfühlig verstärkte, dass die ganze Natürlichkeit erhalten blieb und trotz Verstärkung eine ganz intime Atmosphäre möglich wurde.

Nach dem Konzert standen viele Gäste aus dem Publikum noch lange zu Gesprächen bei uns und viele Interessierte wollten gerne das vietnamesische Holzschlagzeug einmal ausprobieren. Auch hier erreichten uns viele Fragen zu den Hintergründen unserer künstlerischen Produktionen und wir genossen das angenehme Gesprächsklima. Sehr interessant war für uns natürlich auch der Austausch mit der Leiterin des Frauenbüros und der Grünen Stadträtin über Frauenpolitik in Deutschland und Österreich, bzw. in Baden-Württemberg und Kärnten. Bei so viel Interesse wurde es ein weiteres Mal sehr spät mit unserer Ankunft im Hotel.

Konzert-Tour gegen Gewalt
Abreise und Ende der Konzert-Tour
Am 30.11. erfreuten wir uns ein letztes Mal auf der Tour gegen Gewalt an einem leckeren Frühstücksbuffett und wir nutzten die Zeit für ein sehr nettes Gespräch mit der Mitarbeiterin, die für den Service-Bereich zuständig war.

Sehr zufrieden mit dem Konzert in Klagenfurt und erfüllt von vielen schönen Eindrücken, vor allem auch was die menschlichen Begegnungen anbelangt, reisten wir beizeiten wieder Richtung Karlsruhe, wo wir am Abend gut ankamen und unsere "Tour gegen Gewalt" für das Jahr 2012 endete.

Wie schön, dass uns Mitte Dezember dann noch eines der schönsten Dankesschreiben erreichte, das wir je erhalten haben!

Dankesschreiben für das Konzert gegen Gewalt in Klagenfurt

Gastspiel-Rückblick Dachau

Tour gegen Gewalt, Dachau
Unterkunft im Thomahaus in Dachau

Tour gegen Gewalt: Dachau-Eindrücke

Rückblicke auf das Gastspiel in Dachau

Nach einer Nacht im heimischen Bett und einem schnellen Aus- und wieder Einpacken, fuhren wir schon früh morgens am 25.11.2012, dem Gedenktag "Nein zu Gewalt an Frauen", nach Dachau. Dies war die erste Station unserer Tour gegen Gewalt, die sich nicht in Norddeutschland, sondern in Bayern befand.

Konzert gegen Gewalt, Dachau
Zimmer mit Kochnische
Wir waren sehr froh, dass wir auf der Autobahn nicht durch Staus aufgehalten wurden und uns ganz pünktlich mit der Veranstalterin vor Ort treffen konnten. Aufgrund des jährlich stattfindenden Marktfestes war die Fußgängerzone an diesem Tag für Autos nicht zugänglich. Genau dort aber befand sich die "Kulturschranne", unser Auftrittsort. Unsere Veranstalterin, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises und Bürgermeisterin von Dachau, hatte jedoch für alles bestens vorgesorgt. Wir parkten auf einem Privatgrundstück in der Nähe und eine ganze Schar fleißiger Helferinnen und Helfer aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis packte tatkräftig mit an, so dass wir alle Instrumente und unser sonstiges Equipment innerhalb weniger Minuten durch die Fußgängerzone zur "Kulturschranne" getragen bekamen. Toll!

Ein paar Minuten hatten wir Zeit, unsere Übernachtungsgelegenheit aufzusuchen und einige wenige Dinge dort zu lassen. Hier übernachteten wir nicht in einem Hotel, sondern im Gästehaus des Kulturamtes. Ein wunderschönes, sehr großes "Atelier" erwartete uns, mit Kochecke, Kühlschrank, Doppelbett und allem, was unser reisendes Künstlerinnen-Herz sonst noch höher schlagen ließ.

Dachau, ANA & ANDA
Der Fernseher blieb aus.
Unser Veranstaltungsort in Dachau war eine eingeführte Kleinkunstbühne, auf der sonst eher leichte Unterhaltung dargeboten wird. Auch dort wurden wir vom Personal sehr freundlich begrüßt. Einmal mehr waren wir froh, nicht zu den Künstler/innen mit dem Wunsch nach "meditativer Ruhe" beim Aufbau und den Vorbereitungen zu gehören: Hier nämlich mussten wir den Aufbau der Instrumente während des noch laufenden Gastronomiebetriebes vornehmen. Aber als Bühnenkünstlerinnen sind wir Publikum ja gewohnt ;-)

Routiniert wurde vom Chef der Kulturschranne die Beleuchtung eingerichtet. Auf akustische Verstärkung verzichteten wir auch hier gerne. Der Flügel vor Ort versprach schöne musikalische Höhepunkte.

Tour gegen Gewalt, ANA & ANDA
Kulturschranne mit Blick auf die Bühne
Bald schon konnten wir den schmackhaften Imbiss in der zur Kulturschranne gehörenden Gastronomie genießen. Die "Künstlerinnen-Garderobe" war wieder ein Stück für die Sammlung, das wir aber leider zu fotografieren vergaßen: Sie befand sich im Vorraum des Lagers der Gastronomie, klein, aber immerhin mit Sofa ausgestattet. Für Entspannung blieb aber diesmal kaum Zeit, so dass uns das Sofa vor allem als Schminkplatz diente.

Am Abend standen wir schließlich vor einem ganz vielfältigen Publikum, das aber sehr interessiert und aufgeschlossen den wichtigen Themen gegenüber stand, mit denen wir sie konfrontierten. Auch der Landrat war da und beschloss nach der Vorstellung sogar, mehrere CDs für Geschenkzwecke zu kaufen. Ein herzliches Dankeschön dafür!

Auch hier erhielten wir ausgesprochen gute Rückmeldungen zu unserer künstlerischen Umsetzung des Themas Gewalt. Auf Initiative unserer Auftraggeberin konnte das Publikum hinterher nochmals "offiziell" mit uns ins Gespräch kommen und gemeinsam Fragen an uns auf der Bühne stellen. Wir fanden das eine gute Idee, denn sonst ergeben sich diese Gespräche und Fragestellungen weniger auf der Bühne - direkt nach dem Konzert und fast noch zum Programm gehörend - sondern eher ein wenig später in Einzelgesprächen, wenn wir uns unter das Publikum begeben.

Musik gegen Gewalt, Dachau
Flügel und Holzschlagzeug
Die Besucherinnen und -besucher interessierte z.B. wie wir dazu kommen, ein Konzertprogramm zu schreiben, das sich mit so schwierigen Themen wie "Gewalt gegen Frauen" und "Menschenrechte" auseinandersetzt. Manche wollten auch wissen, inwieweit es einen persönlichen Hintergrund zu diesen Themen gibt und andere waren neugierig, zu erfahren, wie wir unsere Lieder und Instrumentalmusikstücke schreiben.

Bei so vielen Fragen dauerte es entsprechend lange, bis wir unser Gepäck wieder mitnahmebereit hatten. Glücklicherweise war unsere Unterkunft, mit den sehr großzügigen Atelierräumen, die für Gäste zur Übernachtung bereitstehen, nur wenige Minuten vom Veranstaltungsort entfernt, so dass wir schon bald ankommen konnten, um unsere letzte Mahlzeit des Tages genießen zu können.

Nach unserem Frühstück am 26.11. fuhren wir am Vormittag wieder ganz staufrei zurück nach Karlsruhe. Es erwartete uns ein sehr turbulenter "Zwischentag", mit einem Atelierbesuch von 37 Teilnehmerinnen eines Kurses des Bildungswerks Ettlingen. Für sie würden wir fast alles auspacken und aufbauen, nur um es danach gleich wieder abzubauen, da es ja am nächsten Tag weiterging nach Klagenfurt. Und auch eine Theater-AG musste an diesem 27.11. von uns noch gehalten werden. Deshalb waren wir froh, frühzeitig auf dem Weg nach Hause zu sein und dann auch schon am frühen Nachmittag in Karlsruhe anzukommen.

Schon am 27.11. erschien auf merkur-online.de eine ausführliche Rezension über unser Konzert gegen Gewalt in Dachau: "Sie geben dem Tabuthema eine Stimme". Auch wenn wir uns selber nicht als "schrill" bezeichnen würden, freuen wir uns sehr über diese detaillierte Besprechung unseres Konzerts:

Zeitungsartikel zum Konzert gegen Gewalt in Dachau

Gastspiel-Rückblick Lüneburg

Tour gegen Gewalt, ANA & ANDA
Konzert in der Uni-Mensa

Tour gegen Gewalt: Lüneburg-Eindrücke

Rückblicke auf das Gastspiel in Lüneburg

Nach einem gemütlichen Frühstück ganz alleine im Frühstücksraum unseres Bad Oldesloer Hotels, fuhren wir schon zeitig am 23.11. weiter nach Lüneburg. Der nächste Auftritt sollte nämlich schon um 17 Uhr beginnen - und entsprechend wollten wir um 12 Uhr vor Ort sein. Unser Auftrittsort befand sich diesmal in der Leuphana Universität. Das zur Uni gehörende Frauenbüro hatte uns engagiert, um im Rahmen des Gedenktages "Nein zu Gewalt an Frauen" mit unserem Gastspiel "Im Schlagschatten" auf die Problematik der "Gewalt gegenüber Frauen" sowie auf das Thema "Menschenrechte sind Frauenrechte" hinzuweisen.

Konzert gegen Gewalt Lüneburg
Die Mensa wird zur "Künstlerinnen-Garderobe"
Wie so oft, mussten wir uns auch hier erst einmal irgendwo auf dem Gelände ins Parkverbot stellen - bei unseren ungewöhnlichen Auftrittsorten gibt es selten extra Parkplätze zum Ausladen. Zum Glück aber waren die Auftraggeberinnen bald da und lotsten uns auf einen passenden Parkplatz.

Wir wurden ein weiteres Mal sehr freundlich in Empfang genommen und besichtigten die geplante Spielstätte, den Pavillon der Uni. Leider mussten wir feststellen, dass die Heizung in dem Raum nicht die erforderliche Leistung erbrachte. Ein frierendes Publikum beim sowieso schon nicht sehr erwärmenden Thema Gewalt? Spontan und kurzfristig hielten wir gemeinsam nach einem anderen Raum Ausschau. In solchen Momenten genießen wir unsere langjährige Auftritts-Erfahrung an ungewöhnlichen Orten besonders. Flexibilität ist das Eine - das Andere aber ist ein geübtes Auge, das eine passende Spielfläche schon entdecken kann, bevor sie eingerichtet ist.

Schnell entschieden wir uns zusammen mit unseren Auftraggeberinnen für die Uni-Mensa, die freitags bereits ab 14 Uhr frei von Gästen ist. Unsere Auftraggeberinnen waren sehr froh über unsere Flexibilität bei der Auswahl der Spielstätte, denn auch sie hatten nicht mit den widrigen Bedingungen gerechnet.

Während wir in einen Teilbereich der Mensa für unser Konzert einrichteten und mit dem Aufbau unserer Musikinstrumente begannen, organisierten uns die Veranstalterinnen einen leckeren Imbiss in Bio-Qualität, wofür wir ihnen sehr dankbar waren. Hier zahlte es sich ganz besonders aus, dass wir immer die eigene Beleuchtung mit dabei haben. Ein konzentriertes, helles Bühnenlicht und ein abgedunkelter Raum legen fast über jede Örtlichkeit eine Art "Theaterzauber". Beim Soundcheck und der Einleuchtung waren wir jedenfalls hochzufrieden mit der Spielstätte, die wir aus der Uni-Mensa gemacht hatten.

Konzert gegen Gewalt, ANA & ANDA
Endlich im Hotel!
Am 23.11. spürten wir erstmals die sich - bedingt durch die Strapazen der vorangegangenen Tage - ausbreitende Müdigkeit. Wir nutzten die verbliebene Zeit vor dem Konzert, um ein wenig zu dösen. Immer wieder machen wir die Erfahrung, dass uns diese kurze Ruhezeit vor Konzerten sehr gut tut und die Konzentration enorm steigert. Die "Künstlerinnen-Garderobe" hatten wir uns übrigens natürlich ebenfalls selber eingerichtet - an der geschlossenen Essensausgabe der Mensa, mit zwei Tischen und vier Stühlen - ein schönes neues Stück in unserer Sammlung :-D

In Lüneburg waren die meisten der Gäste "vom Fach"; dazu zählen z. B. Gleichstellungsbeauftragte, Engagierte aus dem Bereich der Gewaltprävention, sowie Mitglieder von Arbeitskreisen und örtlichen Frauenhäusern, aber auch immer wieder selbst Betroffene. Wir erhielten sehr viel anerkennende Worte aus dem Publikum und mehr als nur einmal hörten wir, wie gut es sei, dass wir uns künstlerisch in so gekonnter Weise diesem schwierigen Thema "Gewalt" annehmen.

Wir empfinden die so ausgesprochen gute Resonanz des Publikums immer als Ermutigung und so konnten wir uns nach dem Abbau unseres ganzen Equipments gut gestimmt auf den Weg zu unserem nahe gelegenen Hotel machen.

War das eine Wohltat nach diesem anstrengenden Tag! Wir hatten nicht einmal Zeit gehabt, vor der Ankunft an der Spielstätte schon im Hotel einchecken zu können. Umso glücklicher waren wir, als uns ein wunderschönes Hotelzimmer erwartete, und in den ausliegenden Hotel-Informationen konnten wir nachlesen, dass uns am nächsten Morgen ein abwechslungsreiches und schmackhaftes Frühstücksbuffett mit regionalen Leckereien - teils in Bio-Qualität - erwarten würde.

Konzertreise ANA & ANDA
Gemütliches Zimmer mit Doppelbett
Wir genossen das Buffett, stärkten uns für die lange Rückreise und kauften im nahegelegenen Bio-Markt noch Proviant dafür ein, denn am 24.11. fuhren wir erst mal zurück nach Karlsruhe. Die Fahrt gestaltete sich ausgesprochen zäh, denn wir gerieten auf halbem Weg in einen Riesenstau, so dass wir für die ganze Reise neuneinhalb Stunden Fahrtzeit brauchten. In Karlsruhe blieb so nur die Erholung durch eine Nacht Schlaf, denn am 25.11. ging es gleich morgens zu unserer nächsten Station auf der Tour gegen Gewalt weiter, Dachau in Bayern.

Am 12. Dezember erreichte uns als schöne Erinnerung ein Dankesschreiben der Frauenbeauftragten der Leuphana Universität Lüneburg:

Dankesschreiben aus Lüneburg für das Konzert gegen Gewalt

Gastspiel-Rückblick Bad Oldesloe

Tour gegen Gewalt
Doppelbett in Bad Oldesloe

Tour gegen Gewalt: Bad Oldesloe-Eindrücke

Rückblicke auf das Gastspiel in Bad Oldesloe

Nach einem gemütlichen Frühstück ging die Fahrt auf unserer Tour gegen Gewalt am 22.11. weiter von Delmenhorst nach Bad Oldesloe. Hier waren wir 2011 bereits bei den Frauenkulturtagen aufgetreten, kannten deshalb bereits das Hotel und die Stadt und fühlten uns gleich wieder wohl. Verstärkt wurde dies durch den äußerst netten Empfang im Hotel, wo wir sogar wiedererkannt wurden und eine halbe Stunde Zeit für Entspannung hatten, die wir dringend brauchten.

Konzert gegen Gewalt Bad Oldesloe
Hotel in Bad Oldesloe
Den Veranstaltungsort, das Bella Donna Ein Haus für Frauen e. V., kannten wir allerdings noch nicht. Wir wurden sehr freundlich in Empfang genommen und durften den Raum mit der besten Akustik der ganzen Tour gegen Gewalt in Besitz nehmen. Hier konnten wir musikalisch alle Feinheiten herausarbeiten, die möglich sind - und darauf freuten wir uns schon während des ganzen Aufbaus der Instrumente.

Auch hier brauchten wir nur das Nötigste an Licht und gar keine Tonverstärkung. Trotzdem dauerte der Aufbau seine Zeit, denn hier lag es an uns selber zu entscheiden, ob wir Bühnenpodeste benutzen wollten und wo sie stehen sollten. Schließlich verzichteten wir darauf und bauten die Publikumsreihen im Halbkreis um unsere Spielfläche herum auf. Die Konzerte gegen Gewalt können einen solchen intimen Rahmen gut vertragen. Beim Transport hatte außerdem die Halogenbirne eines Bühnenstrahlers den Geist aufgegeben, so dass wir uns auch noch als Elektrotechnikerinnen betätigten. Ersatzteile sind natürlich immer dabei ;-)

Tour gegen Gewalt ANA & ANDA
Künstlerinnen-Garderobe in der Küche
Schließlich konnten wir bei Tee und Gebäck beizeiten einen Soundcheck durchführen und uns gut gestimmt vorbereiten. Ein besonderes Highlight vor Ort war danach die Einladung unserer Gastgeberinnen zum Essen bei den Thailänderinnen, die im Bella Donna-Haus ihr Restaurant betreiben. Das war richtig lecker und gemütlich und wir nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen mit den Bella Donnas.

So konnten wir erfahren, dass im Bella Donna-Haus nur Betriebe, Geschäfte und Institutionen von Frauen ansässig sind. Die Gastronomie des Hauses wurde von den drei Thailänderinnen übernommen, bei denen wir zum Essen zu Gast sein durften.

Schließlich begrüßte uns auch unsere Auftraggeberin, die örtliche Gleichstellungsbeauftragte. Wir kennen uns schon seit dem vergangenen Jahr, weil sie uns bereits anlässlich des Internationalen Frauentags 2011 in Bad Oldesloe engagiert hatte.

Konzert ANA & ANDA Bella Donna Haus
Konzert im Forum des Bella Donna Hauses
Es ist immer sehr schön, eine Auftraggeberin wieder zu treffen und schnell entwickelten sich herzliche Gespräche. So war es plötzlich allerhöchste Zeit fürs Umziehen und Schminken - diesmal wieder in einer gut für unsere "Sammlung" geeigneten "Garderobe" - der Küche des Bella Donna-Hauses.

Unser Konzert kam beim äußerst aufmerksamen und interessierten Publikum sehr gut an und wir standen nach dem Konzert noch lange mit dem Publikum zu Gesprächen zusammen. Viele Menschen suchen nach den Konzerten das Gespräch mit uns und wir freuen uns immer über so viel Interesse an uns und unserer künstlerischen Arbeit.

Zu später Stunde zurück im Hotel konnten wir einen ausgesprochen guten Nachklang von Bad Oldesloe, dem Konzert und den menschlichen Begegnungen genießen.

Am Morgen des 23.11. traten wir unsere Reise nach Lüneburg an, wo das nächste Gastspiel auf uns wartete.

Mehr zum Bella Donna-Haus

Ankündigung Konzert gegen Gewalt im Stormarner Tageblatt

Gastspiel-Rückblick Delmenhorst

Tour gegen Gewalt, ANA & ANDA
Tour gegen Gewalt: Hotelzimmer in Delmenhorst

Tour gegen Gewalt: Delmenhorst-Eindrücke

Rückblicke auf das Gastspiel in Delmenhorst

Nach dem gemütlichen Frühstücksbuffet wurde die Weiterfahrt auf unserer Tour gegen Gewalt von Löhne nach Delmenhorst anstrengender als gedacht. Ein Großteil der Strecke führte über Landstraßen, die teilweise durch Baustellen verengt waren. Das Autofahren gehört eindeutig nicht zu unseren Lieblingsbeschäftigungen auf Konzertreisen...

Zum Glück reichte es trotzdem zeitlich noch, um vor dem Aufbau im Hotel einzuchecken und unser Zimmer schon mal kurz zu besichtigen. Es strahlte uns ganz in weiß entgegen und wir freuten uns schon auf den (kurzen) Feierabend nach dem Konzert.

Konzert gegen Gewalt in Delmenhorst
Zimmer in weiß
Bei unserer Ankunft am 21.11.2012 in Delmenhorst wurde uns erneut bewusst, dass wir es an jedem Auftrittsort mit komplett unterschiedlichen Spielstätten zu tun hatten.

In Northeim (Rückblick Konzert Northeim) traten wir in einem Tagungsraum des Kreishauses auf, in Hildesheim (Rückblick Gastspiel Hildesheim) spielten wir im Foyer der HAWK (Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kultur), in Löhne (Rückblick Station in Löhne) in der Werretalhalle - und in Delmenhorst fand unser Konzert gegen Gewalt auf einer typischen Kleinkunstbühne statt. Ein nettes Team nahm uns im Empfang und auch der Imbiss stand schon bereit. Alles klar also für einen reibungslosen Aufbau.

Garderobe Tour gegen Gewalt
Garderobe und Imbiss
Auch hier musste schnell die Entscheidung getroffen werden, inwieweit Licht und Ton von uns eingerichtet werden sollten. Glücklicherweise stand uns ein kompetenter und freundlicher Techniker zur Seite, der schnell und routiniert die vorhandene Bühnenbeleuchtung in Betrieb setzte. Für die Musik und unsere Stimmen war - wie meistens - keine Verstärkung nötig.

In Delmenhorst wurde die städtische Gleichstellungsbeauftragte als Veranstalterin von den örtlichen Gewerkschaftsfrauen unterstützt. Lange blieben wir beim Aufbau der Instrumente allein, aber als die Veranstalterinnen kamen, verzauberten sie den Saal mit ihren mitgebrachten Dekorationen im Nu in ein gemütliches Theater.

Wir erlebten auch in Delmenhorst ein sehr interessiertes und aufmerksames Publikum, das nach Veranstaltungsende gerne auf die Bühne zu uns kam und sich mit unserem vietnamesischen Holzschlagzeug beschäftigen mochte. Immer wieder erfahren wir, wie neugierig die Menschen auf dieses exotische Instrument sind. Uns bereitet es deshalb viel Freude, den Menschen dieses Instrument zu erklären und sie dazu zu ermutigen, es auch einmal selbst auszuprobieren.

Konzert gegen Gewalt - Garderobe
Schminkbereich der Garderobe
Zum Abschluss des Konzertes erhielten wir von unserer Auftraggeberin je einen wunderschönen Blumenstrauß, der uns bezüglich des Transportes vor einige Herausforderungen stellte. Wie der Gesamtrückblick aber zeigt, schafften wir es, sie heil bis nach Karlsruhe zu bringen - so viele Hotels haben wohl nur wenige Blumensträuße je gesehen ;-)

Ganz angefüllt von den vielen bunten und lebendigen Eindrücken des Konzerts in Delmenhorst begaben wir uns ins Hotel, wo wir um 23:30 Uhr ankamen. Langsam machten sich die vielen unterschiedlichen Eindrücke bemerkbar, indem unser Gesprächsbedarf darüber immer größer wurde. So kamen wir erst um 1:30 Uhr ins Bett und standen um 8 Uhr wieder auf. Zum Glück gab es gleich viel Tee zum Frühstück und wir ließen uns mit der Weiterfahrt nach Bad Oldesloe bis um 11 Uhr Zeit.

ANA & ANDA Delmenhorst
Ausleuchtung der Bühne für das "Konzert gegen Gewalt"
Die NWZ-online brachte am 23.11. einen Kurzbericht mit schönem Foto über unser Konzert "Im Schlagschatten":

Bericht über das Konzert gegen Gewalt in Delmenhorst

Und das Delmenhorster Kreisblatt informierte eine ganze Seite über das Thema "Häusliche Gewalt" - und "dekorierte" das Ganze mit einem schönen Foto unseres Konzerts:

Infoseite über "Häusliche Gewalt" mit Foto des Konzerts gegen Gewalt in Delmenhorst

Gastspiel-Rückblick Löhne

ANA & ANDA, Tour gegen Gewalt
spannende Ankunft im Hotel...

Tour gegen Gewalt: Löhne-Eindrücke

Rückblicke auf das Gastspiel in Löhne

Am 20.11.2012 führte uns unsere Tour gegen Gewalt nach Löhne. Dort wurden wir sehr freundlich im Hotel in Empfang genommen und durften das Zimmer sogar früher als geplant beziehen. Ganz besonders haben wir uns nach den Hildesheimer Hoteleindrücken über das komfortable Doppelbett gefreut.

Tour gegen Gewalt, ANA & ANDA
...ein echtes Doppelzimmer!
In Löhne hatten wir die große Bühne der Werretalhalle zur Verfügung, sowie einen Techniker für Licht und Ton an unserer Seite. So erlebten wir bereits während der ersten drei Konzerte unserer Tour gegen Gewalt die ganze Bandbreite der Auftrittsmöglichkeiten: Vom Besprechungszimmer eines Kreishauses über den Eingangsbereich einer Ausstellung bis zum ausschließlich für Auftritte vorgesehenen Saal mit Bühne, Technik und echter Künstlerinnen-Garderobe.

Diese verschiedenen Auftrittsorte stellen hohe Anforderungen an uns - aber wir mögen diese Herausforderung. Je nach Örtlichkeit sind ganz unterschiedliche Spiel- und Darstellensweisen nötig, um beim Publikum das Gefühl von Nähe und Direktheit wecken zu können. Um diese große Flexibilität aufbringen zu können, helfen uns die fünf Stunden Vorbereitungszeit direkt im Auftrittsraum sehr.

Künstlerinnen-Garderobe, ANA & ANDA
Garderobe der Werretalhalle Löhne
In einem solchen Rahmen mit Bühne und Technik halten sich unsere Aufbau-Vorbereitungen dafür in Grenzen und der leckere Imbiss, den uns unsere Veranstalterin in der Garderobe bereitgestellt hatte, trug sehr dazu bei, dass wir gut gestärkt und mit einer halben Stunde Entspannungspause auf die Bühne vors Publikum treten konnten.

Hier erwartete uns das klassische "schwarze Loch", in das sich der Publikumsraum bei guter Scheinwerferausleuchtung aus Sicht der Darstellenden verwandelt. Das Publikum kann nur erahnt - und beim Applaus natürlich gehört - werden. Um so wichtiger ist die Auftrittserfahrung, um trotzdem eine direkte Brücke zum Publikum schlagen zu können.

Es gelang gut und wir erlebten wieder einen sehr intensiven Auftritt. In den Zuschauerreihen fand sich vor allem gut informiertes und sehr interessiertes Fachpublikum rund ums Thema "Gewalt". Unterschiedlichste städtische und kommunale Gruppierungen und Beratungsstellen, die sich mit Themen wie Frauenrechten und Menschenrechten beschäftigen, hatten ihre Stände im Foyer aufgebaut.

Werretalhalle Löhne, ANA & ANDA
Publikumsbereich Werretalhalle Löhne
Auch hier erhielten wir nach dem Konzert ausgesprochen gute Resonanz von den Zuschauenden. Immer wieder wurde dabei unsere präzise thematische musikalische Arbeit und die gelungene künstlerische Umsetzung hervorgehoben. Oft wurden wir auch nach unseren persönlichen Erfahrungen mit dem Thema Gewalt gefragt. Stets laden wir das Publikum nach einem Konzert auf die Bühne ein, um sich das vietnamesische Holzschlagzeug einmal aus der Nähe anzusehen. Das Angebot wird immer gerne angenommen und in der Werretalhalle versammelten sich sogar besonders viele Menschen auf der Bühne. Es ergaben sich viele schöne Gespräche, die noch bis heute nachklingen.

Müde, aber zufrieden fanden wir uns nach dem Abbau um 23 Uhr wieder in unserem schönen Hotelzimmer ein, wo wir üblicherweise noch einen kleinen Imbiss zu uns nehmen, unsere Eindrücke vom Konzert austauschen und dann total müde ins Bett fallen. In Löhne war es 0:30 Uhr und wir durften es uns sogar leisten, bis 7:30 Uhr zu schlafen.

Tour gegen Gewalt Löhne, ANA & ANDA
Alles bereit für das Konzert gegen Gewalt
Am nächsten Morgen erwartete uns ein tolles Frühstücksbuffett, das zum längeren Verweilen einlud. War das ein Genuss! Die freundliche Bedienung, mit der wir uns eine ganze Weile unterhielten, bat uns schließlich um ein Autogramm für die Autogrammwand des Hotels. Diesen Wunsch haben wir sehr gerne erfüllt.

So voll schöner Eindrücke starteten wir zur nächsten Station unserer Konzertreise gegen Gewalt, nach Delmenhorst.

Am 26. November erreichte uns eine Dankesmail der Veranstalterin, in der sie von "berührenden Liedern" schrieb - ein sehr schönes Kompliment:

Dankesmail Konzert gegen Gewalt aus Löhne

Und die "Neue Westfälische" veröffentlichte online eine kleine Bilderstrecke:

Bilderstrecke des Konzerts gegen Gewalt in der Werretalhalle Löhne

Gastspiel-Rückblick Hildesheim

Tour gegen Gewalt Hildesheim
unabänderliches Zweibettzimmer...

Tour gegen Gewalt: Hildesheim-Eindrücke

Rückblicke auf das Gastspiel in Hildesheim

Am Sonntag, 18.11.2012, machten wir uns auf den Weg nach Hildesheim, da wir von der städtischen Gleichstellungsbeauftragten am 19.11.2012 mit einem Gastspiel zur Ausstellung Rosenstr. 76 engagiert waren. Die interaktive und sehr eindrückliche Ausstellung Rosenstr. 76 beschäftigt sich inhaltlich mit dem Thema "Häusliche Gewalt". Die Ausstellung besteht aus einer kompletten nachgebauten Vier-Zimmer-Wohnung, die begehbar ist und in der sich viele subtile Spuren häuslicher Gewalt finden lassen. Alles sieht ganz harmlos aus, beim genaueren Hinsehen erschließen sich die beklemmenden Tatsachen jedoch sukzessive.

Hotel Hildesheim Tour gegen Gewalt
Aber zum Schlafen reichte es!
Die Autofahrt war zwar lang, aber zum Glück recht gemütlich. Im Hotel angekommen, holte uns auch hier gleich wieder das Thema Zweibett-/Doppelzimmer ein... (siehe Bericht Northeim). Nur war diesmal das Zimmer so schmal, dass die beiden Betten überhaupt nicht nebeneinander Platz hatten! Aus der Traum vom Betten-Rücken ;-) Nach einer Nacht in diesem etwas gewöhnungsbedürftigen Hotel fuhren wir am 19.11.2012 zeitig am frühen Nachmittag zum Veranstaltungsort, der HAWK (Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kultur), wo im Foyer die Ausstellung Rosenstr. 76 aufgebaut war. Aus Karlsruhe kannten wir die Ausstellung bereits, so dass wir in etwa wussten, was wir vor Ort antreffen würden.

Unsere Auftraggeberin und ihre Mitveranstalterinnen begrüßten uns sehr herzlich und da unser Konzert im Foyer mitten in der Ausstellung stattfinden sollte, machten wir uns gleich nach unserer Ankunft an den Aufbau unserer Instrumente sowie des Bühnenlichts. Für uns bedeutet dies, dass wir vor Ort schnell entscheiden müssen, wo die Instrumente und auch wir selbst während des Konzertes stehen werden und inwieweit ein professionelles Bühnenlicht aufgebaut werden muss. An einigen wenigen Orten kann es sogar sinnvoll sein, unsere Tonanlage einzurichten. Glücklicherweise war der Aufbau der Tonanlage im Foyer der HAWK nicht nötig. Bei uns ist es übrigens üblich, ca. fünf Stunden vor Veranstaltungsbeginn mit dem Aufbau des Equipments zu beginnen. Erfahrungsgemäß wird dieser große zeitliche Vorlauf auch tatsächlich benötigt, um alle Vorbereitungen in Ruhe und ganz ohne Hektik und Stress ausführen zu können.

Musik gegen Gewalt Hildesheim
Abstellraum für die Koffer und Taschen...
Kaum hatten wir mit dem Aufbau unserer Instrumente begonnen, standen einige Studierende bei uns und fragten neugierig, ob sie das exotische vietnamesische Holzschlagzeug einmal hören dürften, nachdem sie erfahren hatten, wie das Instrument heißt. Spontan entschlossen wir uns dazu, den interessierten Studierenden, die inzwischen einen Kreis um uns gebildet hatten, ein kleines Extra-Konzert zu geben. Die Zuhörerschaft hatte viel Freude an unserer Darbietung und für uns war es eine wirklich gelungene Einstimmung.

Sehr gespannt waren wir natürlich auch wieder auf unsere "Garderobe" - eine mehr für unsere "Sammlung". Wir durften uns im Besprechungszimmer breit machen, das wirklich sehr großzügig war und sogar Stühle mit montierten Tischchen bereit hielt - praktisch zum Schminken! Dank leckerem Apfeltee und einem Salatimbiss von den Veranstalterinnen fanden wir noch rechtzeitig vor Beginn des Gastspiels ein wenig Entspannung. Schön, wenn die Auftraggeberinnen wissen, was Künstlerinnen gut tut...

Gastspiel gegen Gewalt Hildesheim
"Garderobe" in Hildesheim
So waren wir bestens vorbereitet, um dann unsere Lieder und Instrumentalstücke - passend zur Ausstellung - darbieten zu können. Unsere eindrückliche Musik ist die ideale Ergänzung für eine so eindrucksvolle Ausstellung wie die "Rosenstr. 76" und für uns ist es immer wieder wichtig, uns möglichst präzise mit dem Thema einer Veranstaltung auseinandersetzen zu können. Die Ausstellung "Rosenstr. 76" eignet sich für unsere inhaltliche Beschäftigung mit dem gestellten Thema "Häusliche Gewalt" ganz besonders gut.

Es war sowohl für uns selber als auch für das Publikum ein sehr intensives Erlebnis, das "Konzert gegen Gewalt" direkt vor dem Eingang zur "Rosenstr. 76" zu geben. So kam unsere Musik bei dem sehr interessierten Publikum bestens an. Wir bekamen nach dem Konzert viele positive Rückmeldungen und eine extra angereiste Veranstalterin sagte uns noch vor Ort einen geplanten Auftrittstermin in einer anderen Stadt für das kommende Jahr zu.

Konzert zur Rosenstr. 76
Konzert direkt vor dem Eingang zur Ausstellung
Der Tag war anstrengend, aber äußerst erfüllt mit den vielen schönen Eindrücken von den angenehmen menschlichen Begegnungen, der toll konzipierten Ausstellung und dem Konzert. Nach dem Abbau und Wiederbeladen des Autos waren wir um 22:45 Uhr wieder zurück in unserem Hotel. Nach einem Konzert brauchen wir immer dringend noch etwas zu essen, das wir uns aus mitgebrachtem Brot und Käse selber zubereiteten. Dabei verarbeiteten wir auch noch den Nachklag, achteten aber darauf, nicht zu spät zu Bett zu gehen. Um 0:15 Uhr lagen wir "Kopf an Kopf" in unseren zwei Betten und standen um 7:15 Uhr müde, aber voller guter Erinnerungen wieder auf, denn unsere Konzertreise führte weiter nach Löhne. Doch dazu demnächst mehr.

Hier können Sie mehr über die Ausstellung "Rosenstraße 76" erfahren.

Schon am 29.11. erreichte uns ein Dankesschreiben der Auftraggeberin aus Hildesheim. Wie schön, nach einem Konzert solche Zeilen lesen zu dürfen:

Dankesschreiben zum Konzert gegen Gewalt aus Hildesheim

Fortsetzung folgt!

Weihnachtsmarkt Rundgang

ökofairer Weihnachtsmarkt-Rundgang
Weihnachtsmarkt-Rundgang zu sinnvollen Geschenken

Ökofaire Führung über den Weihnachtsmarkt

Rundgang zu klimafreundlich-ökofairen Produkten auf dem Weihnachtsmarkt

Am nächsten Sonntag, den 9. Dezember, ist es soweit: Erstmals bieten wir eine ökofaire Tour über den Weihnachtsmarkt in Karlsruhe an. Der Rundgang findet in Kooperation mit dem Umweltamt und im Rahmen der "Karlsruher Klimawette" statt. Fünf Haushalte wetten gegen die Stadt Karlsruhe, dass sie es schaffen, innerhalb eines Jahres Ihre CO2-Bilanz zu verbessern. Zur Unterstützung gibt es Aktionen, an denen nicht nur die Wett-Haushalte, sondern alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos teilnehmen können.

Um 16 Uhr geht es also auf der Treppe vor der Stadtkirche am Marktplatz los: Wir führen zu Ständen, an denen es Produkte zu kaufen gibt, die ökologisch, fair, klimafreundlich und/oder regional hergestellt wurden. Dabei informieren wir auch über die Hintergründe ökofairer und konventioneller Herstellung, über Konsum und seine positiven und negativen Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt allgemein, über Labels, Zertifikate und Prüfsiegel und geben den Teilnehmenden zum Ende des Weihnachtsmarkt-Rundgangs eine Liste mit den vorgestellten Ständen mit - für das spätere Wiederkommen.

Im Vorfeld haben wir natürlich schon kräftig recherchiert und waren ehrlich positiv überrascht, über die vielen sinnvollen Angebote, die es auf dem Karlsruher Weihnachtsmarkt gibt. Oft ist aber genaues Hinsehen gefordert, um diese Stände und ihre Produkte überhaupt zu entdecken - und mehr als einmal haben wir die ökofairen, klimafreundlichen Hintergründe erst erfahren, wenn wir konkret nachgefragt haben.

Wir freuen uns deshalb, dieses Wissen nun weitergeben zu können und laden gerne alle Leserinnen und Leser ein, beim klimafreundlich-ökofairen Weihnachtsmarkt-Rundgang dabei zu sein!

So, 9. Dezember, 16-17.30 Uhr, klimafreundich-ökofairer Rundgang über den Weihnachtsmarkt Karlsruhe, Treffpunkt auf der Treppe vor der Stadtkirche am Marktplatz, Teilnahme kostenlos

Mehr über die Klimawette und den Weihnachtsmarkt-Rundgang auf karlsruhe.de

Mehr über unsere ökofairen Stadt-Touren Karlsruhe

Rückblick Tour gegen Gewalt

Tour gegen Gewalt ANA & ANDA
Erinnerungen an die Tour gegen Gewalt

Tour gegen Gewalt: Rückblick

Erste Rückschau und erste Referenzen

Frisch zurück von der Tour gegen Gewalt geht der Alltag bereits wieder seinen gewohnten turbulenten Gang. Heute z.B. beginnt eine neue Theater-AG an der Werner-von-Siemens-Schule und im Atelier wartet eine Krawatte auf ihre Herstellung. Außerdem laufen die Vorbereitungen für die ökofaire Weihnachtsmarkt-Führung am Sonntag, über die wir morgen berichten.

Dazwischen aber blicken wir immer wieder zurück auf eine äußerst intensive und schöne Zeit, die wir auf der Tour gegen Gewalt verbracht haben. Acht jeweils völlig unterschiedliche, aber allesamt auf ihre eigene Art erfüllende Konzerte liegen hinter uns. Von allen Spielstätten, Hotels und Garderoben haben wir Fotos mitgebracht und jedes Gastspiel gegen Gewalt wird hier noch seinen eigenen Beitrag mit Fotos erhalten.

Da dies aber noch eine Weile dauern wird, sprechen wir hier schon mal einen zusammenfassenden Dank an alle Auftraggeberinnen und jedes Publikum aus: Wir haben uns überall sehr wohl gefühlt und freuen uns immer noch über die vielen Komplimente, vertiefenden Gespräche und den warmen Applaus überall!

Hier noch eine erste Liste mit Pressestimmen und Dankesschreiben über einzelne Konzerte der Tour gegen Gewalt:

Dankesmail der Gleichstellungsbeauftragten Stadt Hildesheim

Dankesmail der Gleichstellungsbeauftragten Stadt Löhne

Bericht über das Konzert in Dachau von merkur-online.de

Foto mit Kurzbericht über das Konzert in Delmenhorst von NWZ online

Infoseite zum Thema Häusliche Gewalt mit großem Foto unseres Konzerts in Delmenhorst

Fotostrecke des Konzerts in Löhne auf nw-news.de

Bericht über die Tagung mit unserem musikalischen Beitrag im Magazin des Landkreises Northeim

Viel Spaß beim Lesen - Details folgen :-D