Unfair in Germany?

ANA & ANDA
Neue Vorwürfe gegen Kik: Wir kommentieren
Wie gestern bekannt wurde, hat der Textildiscounter Kik jahrelang Mitarbeiter/innen entlassen, wenn sie überschuldet waren. Das jedenfalls berichtete die ARD unter Berufung auf einen ehemaligen Bezirksleiter. Schon 2009 wurde das Unternehmen wegen sittenwidriger Stundenlöhne vom Landesarbeitsgericht Hamm verurteilt.

Kik ist aber nicht das erste Discounter-Unternehmen, das wegen unfairer Arbeitsbedingungen in seinen Filialen in die Kritik gerät. Mehr und mehr wird klar, dass die Dumpingpreise für Waren in Supermärkten nicht nur auf unmenschlichen Arbeitsbedingungen in den Herstellerländern basieren, sondern auch auf unfairen Beschäftigungsverhältnissen hierzulande.

Wir müssen uns also daran gewöhnen, nicht nur über die Landesgrenzen in Herkunftsländer zu schauen, sondern auch einen scharfen Blick auf das "Geschäftsklima" inländischer Verkaufsfirmen zu haben.

Dumpingpreise sind eben nur zu haben, wenn irgendwo die Entlohnung nicht stimmt. Und je größer der Preiskampf wird, desto mehr verlagern sich unfaire Arbeitsbedingungen auch ins Inland.

Da hilft nur Umdenken: Nach FairTrade- und Öko-Mode suchen, zum gerechten Preis und dafür weniger zu kaufen, Kleider länger zu tragen - oder einfach zum "Dumping-Preis" im Second-Hand-Laden einkaufen. Das funktioniert auch mit kleinem Geldbeutel und macht erst noch Spaß.

Und wer sich mit einem guten Gewissen und ökofairen Seidenaccessoires schmücken mag, ist gerne eingeladen, an der "Kampagne für Nachhaltige Eleganz" teilzunehmen: Kampagne für Nachhaltige Eleganz

Weitere Infos zu den neuen Vorwürfen gegen Kik:

NDR-Bericht für die ARD-Sendung Panorama

DerWesten

Mitteldeutsche Zeitung

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