Konzertrezension aus Castrop-Rauxel

März 8th, 2010

Pressefoto DerWesten

Kaum aus Castrop-Rauxel zurück, finden wir schon die erste Rezension im Internet über das Konzert vor:

„Ana & Anda, ein Duo aus Karlsruhe, begeisterte die Gäste mit einer ungewöhnlichen Darbietung, bei der wahrlich alle aufhorchten.”

Das fließt doch runter wie Honig, so wie der Rest des Artikels auch: http://www.derwesten.de/staedte/castrop-rauxel/Hinhoeren-statt-weghoeren-id2685717.html

Heute geht es nun weiter nach Dreieich - wohin wir nun mit der schönen Erinnerung an Castrop-Rauxel fahren.

Begeisternd: Sichtbare Evolution in Karlsruhe

Dezember 2nd, 2009

Dynamik des LebensEigentlich nehmen wir das Wort “genial” nicht in den Mund.

Eigentlich.

Aber heute fällt uns nichts Anderes ein. Denn gerade kommen wir von der Ausstellungseröffnung “Dynamik des Lebens” im Naturkundemuseum Karlsruhe zurück. Und dort gibt es eine Multimediale Präsentation der Evolution zu sehen.

Multimedial - dieser fast schon abgenutzte Begriff des www-Zeitalters beschreibt nicht annähernd das, was die Besucher/innen erwartet. In einem abgedunkelten, bläulich beleuchteten Raum schwimmt vor einem Steuerpult ein Vierzellerkügelchen im Raum. Über das Pult kann das Kügelchen vergrößert, verkleinert und in alle Richtungen gedreht werden. Auf einer Zeitschiene lässt sich nun Stufe für Stufe die Entwicklung bis zum ersten Landtier verfolgen. Jedes “Zwischenglied” schwimmt wieder ebenso plastisch im Raum wie das erste Kügelchen, und es lassen sich Hülle, Muskeln, Gewebe, Neuro und Knochen einzeln ein- und ausblenden.

Es macht wirklich keinen großen Sinn, das lange beschreiben zu wollen: Hingehen, hingehen, hingehen!

Das Künstlerkollektiv PXNG.LI hat eine unbeschreiblich faszinierende holografieähnliche Projektion geschaffen, die zu stundenlangem Verweilen einlädt.

Und ebenso erstaunlich ist, dass es dem Künstler Jens Harder gelingt, mit seinen Evolutionären Bildergeschichten “ALPHA” genau so stark zu faszinieren. Damit ist der Beweis erbracht, dass sich multimediale Präsentation und Bildende Kunst aufs Beste und Stimmigste ergänzen können.

Ein herzlicher Dank an alle Beteiligten:

www.landesstiftung-bw.de

www.context-relationen.de

www.pxng.li

Und ein übergroßes Dankeschön natürlich an das Naturkundemuseum Karlsruhe, das uns heute einen ganz besonders beeindruckenden Abend beschert hat!!

Das Museum hat Di bis Fr von 9:30 bis 17 Uhr und Sa und So von 10-18 Uhr geöffnet. Die Ausstellung ist bis zum 7. März 2010 zu sehen - wer bis da nicht drin war, ist wirklich selber schuld…

Der Visionskalender läuft!

Dezember 2nd, 2009

VisionskalenderSeit gestern ist es soweit: Jeden Tag öffnet sich ein Törchen im Visionskalender.

Vision 1, ein aktives und verantwortungsbewusstes Leben, wurde gestern mit Text und weiterführenden Links vorgestellt und ist heute musikalisch mit dem Lied “Der Brand im Staatstheater” zu hören.

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Viel Spaß damit!

Visionskalender durch den Advent

November 18th, 2009

Neustart - CD-CoverDamit sind nun also alle zwölf Visionen im Blog vorgestellt.

Am 1. Dezember geht es dann los. Hier noch alle Links zum Visionskalender:

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Die Vision einer solidarischen Gesellschaft

November 18th, 2009

ANA & ANDADen Abschluss unserer zwölf Visionen bildet jene einer solidarischen Gesellschaft.

In Track 12  des Projekts “Neustart! Zwölf musikalische Visionen” präsentieren wir das Instrumentalmusikstück “Solidarität” für Klavier und Percussion.

Leider wird der Begriff Solidarität oft von ideologisch eingefärbten Gruppierungen vereinnahmt. Meistens wird solidarisches Verhalten dann auf eine eng begrenzte Gruppe bezogen, die sich gemeinsam “gegen” irgend etwas solidarisiert.

Wir plädieren dafür, Solidarität viel weiter aufzufassen und sich solidarisch mit Anderen “für” Themen wie Frieden, Freiheit, Menschenrechte, Gleichberechtigung und Vieles mehr einzusetzen.

In unserer hochkomplexen Gesellschaft sind wir letztlich alle aufeinander angewiesen. Das vor Augen zu haben, kann helfen, sich gegenseitig besser zuzuhören und Gemeinsamkeiten zu finden, wo zunächst keine zu sein schienen.

Eine Gesellschaft, in der Leistungsdruck und Stress immer mehr zunehmen, kann etwas mehr Miteinander gut vertragen…

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Wir danken unseren Geldgeber/innen, die selber für Visionen einstehen:

Die Vision einer freien, selbstbestimmten Gesellschaft

Oktober 29th, 2009

ANA & ANDA“Dies ist ein freies Land!”, hörten wir einmal jemanden sagen, der gerade angemault worden war, weil er seinen Abfall zu Boden geworfen hatte.

In einem solchen freien Land dürften wir also alle knöcheltief im Abfall waten - denn Mülleimer zu benutzen, würde unsere Freiheit offensichtlich beschneiden…

Hinter der Aussage dieses Menschen steht vielleicht die Tatsache, dass er sich nicht frei vorkommt. Denn wer ein eigenverantwortliches Leben führt, fühlt sich wohl kaum durch einen Mülleimer gegängelt.

Der Eindruck, gegängelt und fremdbestimmt zu sein,  ist weitverbreitet. Die Suche nach den Gründen dafür führt oft zu festgefahrenen Mustern und Vorstellungen in unseren Köpfen. Und das sind dann die tatsächlichen Bremsklötze im Leben.

In Track 11 von “Neustart! Zwölf musikalische Visionen” rufen wir deshalb zur “Revolution der Barbiepuppen” auf. Aus einem normierten, eng umgrenzten Dasein machen sich die Barbies auf zu einem freien, selbstbestimmten Leben, das so ganz anders aussieht als blond, rosa und dünn.

Und das doch die Freiheit der Anderen nicht antastet - es ist Platz genug für alle.

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Möglich gemacht haben das Projekt Geldgeber/innen, die selber für Visionen einstehen:

Häusliche Gewalt: Ausstellung “Rosenstraße 76″ in Karlsruhe

Oktober 22nd, 2009

ANA & ANDAEndlich - dank dem Projekt “Häusliche Gewalt Stadt Karlsruhe” und dem Städtischen Klinikum - ist sie auch in Karlsruhe zu sehen: Die Ausstellung “Rosenstraße 76″.

Im Rahmen unserer künstlerischen Arbeit “Kultur gegen Gewalt” hatten wir schon viel von der Ausstellung des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche Deutschland und Brot für die Welt gehört und die Erwartungen waren dementsprechend groß.

Sie wurden voll und ganz erfüllt. Die Grundidee, die Besucher/innen durch eine ganz normale Wohnung zu führen, in der doch eigentlich fast nichts auf Gewalttätigkeit hindeutet, ist so verblüffend wie überzeugend. Auf äußerst bedrückende Weise wird so deutlich, wie “normal” das Umfeld ist, in dem häusliche Gewalt stattfindet.

Obwohl alles so sauber und adrett aussieht, nimmt die Beklemmung mit jedem Zimmer, das durchschritten wird, zu. Angst macht sich breit - Angst, den CD-Player zu starten, Angst, den Schrank zu öffnen, Angst, diesen Brief auf dem Tisch zu lesen…  Denn zu all dem sind die Gäste eingeladen: Öffnen, hinschauen, hinhören…

Es ist die gleiche Angst, die gewalttätige Partnerschaften überschatten, die plötzlich auf einen selber übergreift. Das Gefühl der Ohnmacht und Ausweglosigkeit. Denn schließlich ist das doch eine schöne Wohnung - und was wartet schon draußen?

Das haben auch die Referent/innen - Prof. Dr. Martin Hansis (Geschäftsführer Städt. Klinikum), Hildegard Gerecke (Polizeipräsidentin Karlsruhe), Wolfram Jäger (Bürgermeister Karlsruhe) und Eva Colbus (Projektgruppe Häusliche Gewalt) - klar gemacht: Wenn außen keine Hilfe angeboten wird, gibt es für Opfer häuslicher Gewalt kein Entkommen.

Diese Hilfe aber kann nicht nur von Institutionen geleistet werden: Wir sind ALLE aufgefordert, hinzuschauen, zu handeln, zu helfen. Häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Wenn unsere Ohren fein genug sind, das tägliche Tratschen über Lappalien mitzukriegen, dann sind sie auch fähig zu hören, wenn hinter den Türen der benachbarten Wohnung etwas nicht stimmt.

Und: Zahlreiche Vorurteile, Klischees und Rollenbilder müssen sich ändern. Genau dazu ruft Vision 9 unserer “Zwölf musikalischen Visionen” auf: In der Vision einer gewaltfreien Gesellschaft kommt Pandora zu Wort - jene Frau, die in der griechischen Mythologie Schuld am Unglück der Menschen sein soll…

Ein herzliches Dankeschön an alle, die es möglich gemacht haben, die “Rosenstraße 76″ nach Karlsruhe zu holen!

Und eine heiße Empfehlung, unbedingt hinzugehen! Der Kauf des Katalogs ist ebenfalls sehr lohnend.

22. Oktober bis 4. November, Städt. Klinikum Karlsruhe, Veranstaltungszentrum Haus R, täglich 8 bis 20 Uhr, Eintritt frei

Vorschau des Visionskalenders online

Oktober 20th, 2009

VisionskalenderEndlich ist es soweit: Die Vorschau des Visionskalenders ist online!

Alle Neugierigen können sich ab sofort in unserem Shop über den Kalender informieren, eine Vorschau angucken und schon ein bisschen rätseln, was sich wohl genau hinter den Törchen verbirgt.

Also los: Visionskalender anschauen!

Mehr über das Visionsprojekt “Neustart! Zwölf musikalische Visionen” gibt es natürlich auch hier im Blog - und die Visionen 11 und 12 folgen demnächst in einer ersten Beschreibung hier.

Möglich gemacht haben das Projekt Geldgeber/innen, die selber für Visionen einstehen:

Die Vision einer unkonventionellen Gesellschaft

Oktober 20th, 2009

ANA & ANDAAngeblich leben wir ja in einer Welt des Individualismus. Aber wenn Millionen die gleiche Kleidung kaufen, dieselbe Musik hören und dieselben Markenartikel “toll” finden, dann bleibt manchmal von der Individualität nicht viel mehr als der eigene Handyklingelton…

In Track 10 unseres neuen Musikprojekts “Neustart! Zwölf musikalische Visionen” plädieren wir für eine originelle, unkonventionelle Gesellschaft. Zu hören gibt es deshalb mit “Dances of Seven” ein Stück im 7/8-Takt - nicht gerade das gebräuchlichste Taktmaß hierzulande. Zum Akkordeon erklingt außerdem unser vietnamesisches Holzschlagzeug - ein Instrument, das an Originalität nichts zu wünschen übrig lässt.

Was Unkonventionell ist, fällt auf  - und das ist nicht immer angenehm. Aber schwierige Probleme können nur mit unkonventionellen Lösungsansätzen angegangen werden. Und nur, wer unbekannte Wege geht, kann Neues entdecken. Jeder Mensch ist einzigartig - und das bedeutet, dass wir eigentlich eine grenzenlose Zahl von Ideen für die Gestaltung dieser Welt zur Verfügung haben. Dafür ist aber Mut zu eigenen Einfällen und Offenheit für die Gedankenblitze Anderer nötig.

Üben wir uns darin - ob im Siebenachteltakt oder auf dem Weg zur Arbeit - Gelegenheiten gibt es jeden Tag genug.

Vielen Dank an unsere Geldgeber/innen, die unsere Visionen unterstützen:

Füllhorn Biomarkt Karlsruhe

Dan Moi Weltmusikinstrumente

Kulturamt Karlsruhe

Die Vision einer gewaltfreien Gesellschaft

September 29th, 2009

ANA & ANDAIn Track 9 unseres Musikprojekts “Neustart! Zwölf musikalische Visionen” beschäftigen wir uns mit dem Thema Gewalt - und zwar nicht irgendwo auf der Welt, sondern hier bei uns.

Gewalt - ob im häuslichen, privaten oder öffentlichen Bereich - ist nach wie vor ein Tabuthema. Vielleicht, weil das Thema Angst macht und wir uns machtlos im Umgang damit fühlen.

Schweigen macht das Problem aber größer. Es gibt den Opfern erst recht das Gefühl, alleine da zu stehen und die Spirale der Gewalt dreht sich weiter. Fast noch schlimmer sind aber die verbreiteten Vorurteile, die oft gerade im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt kursieren.

Den Spruch: “Eine Ohrfeige hat noch keinem geschadet” kennen wir alle. Aber auch die Vorstellung, die Opfer seien irgendwie “selber schuld”, wenn sie sich zuhause schlagen lassen, hält sich hartnäckig.  Wie aber sollen sich Opfer häuslicher Gewalt aus ihrer Situation befreien, wenn das Umfeld mit dem Finger auf sie zeigt, statt Hilfe anzubieten?

Opfer sind nicht schuld, sondern müssen stark gemacht werden für ein Leben ohne Gewalt. Das geht aber nur, indem wir die Bilder in unseren Köpfen verändern. Bilder, die teilweise schon sehr lange da herumgeistern.

In Track 9 kommt deshalb “Pandora” zu Wort - jene Frau aus der griechischen Mythologie, die für alles Unglück der Welt die Verantwortung tragen soll, weil es in der Büchse steckte, die Zeus ihr mitgegeben hatte.

Vielen Dank an unsere Geldgeber/innen, die unsere Visionen unterstützen:

Füllhorn Biomarkt Karlsruhe

Dan Moi Weltmusikinstrumente

Kulturamt Karlsruhe