Gastspiel-Rückblick Lüneburg

Tour gegen Gewalt, ANA & ANDA
Konzert in der Uni-Mensa

Tour gegen Gewalt: Lüneburg-Eindrücke

Rückblicke auf das Gastspiel in Lüneburg

Nach einem gemütlichen Frühstück ganz alleine im Frühstücksraum unseres Bad Oldesloer Hotels, fuhren wir schon zeitig am 23.11. weiter nach Lüneburg. Der nächste Auftritt sollte nämlich schon um 17 Uhr beginnen - und entsprechend wollten wir um 12 Uhr vor Ort sein. Unser Auftrittsort befand sich diesmal in der Leuphana Universität. Das zur Uni gehörende Frauenbüro hatte uns engagiert, um im Rahmen des Gedenktages "Nein zu Gewalt an Frauen" mit unserem Gastspiel "Im Schlagschatten" auf die Problematik der "Gewalt gegenüber Frauen" sowie auf das Thema "Menschenrechte sind Frauenrechte" hinzuweisen.

Konzert gegen Gewalt Lüneburg
Die Mensa wird zur "Künstlerinnen-Garderobe"
Wie so oft, mussten wir uns auch hier erst einmal irgendwo auf dem Gelände ins Parkverbot stellen - bei unseren ungewöhnlichen Auftrittsorten gibt es selten extra Parkplätze zum Ausladen. Zum Glück aber waren die Auftraggeberinnen bald da und lotsten uns auf einen passenden Parkplatz.

Wir wurden ein weiteres Mal sehr freundlich in Empfang genommen und besichtigten die geplante Spielstätte, den Pavillon der Uni. Leider mussten wir feststellen, dass die Heizung in dem Raum nicht die erforderliche Leistung erbrachte. Ein frierendes Publikum beim sowieso schon nicht sehr erwärmenden Thema Gewalt? Spontan und kurzfristig hielten wir gemeinsam nach einem anderen Raum Ausschau. In solchen Momenten genießen wir unsere langjährige Auftritts-Erfahrung an ungewöhnlichen Orten besonders. Flexibilität ist das Eine - das Andere aber ist ein geübtes Auge, das eine passende Spielfläche schon entdecken kann, bevor sie eingerichtet ist.

Schnell entschieden wir uns zusammen mit unseren Auftraggeberinnen für die Uni-Mensa, die freitags bereits ab 14 Uhr frei von Gästen ist. Unsere Auftraggeberinnen waren sehr froh über unsere Flexibilität bei der Auswahl der Spielstätte, denn auch sie hatten nicht mit den widrigen Bedingungen gerechnet.

Während wir in einen Teilbereich der Mensa für unser Konzert einrichteten und mit dem Aufbau unserer Musikinstrumente begannen, organisierten uns die Veranstalterinnen einen leckeren Imbiss in Bio-Qualität, wofür wir ihnen sehr dankbar waren. Hier zahlte es sich ganz besonders aus, dass wir immer die eigene Beleuchtung mit dabei haben. Ein konzentriertes, helles Bühnenlicht und ein abgedunkelter Raum legen fast über jede Örtlichkeit eine Art "Theaterzauber". Beim Soundcheck und der Einleuchtung waren wir jedenfalls hochzufrieden mit der Spielstätte, die wir aus der Uni-Mensa gemacht hatten.

Konzert gegen Gewalt, ANA & ANDA
Endlich im Hotel!
Am 23.11. spürten wir erstmals die sich - bedingt durch die Strapazen der vorangegangenen Tage - ausbreitende Müdigkeit. Wir nutzten die verbliebene Zeit vor dem Konzert, um ein wenig zu dösen. Immer wieder machen wir die Erfahrung, dass uns diese kurze Ruhezeit vor Konzerten sehr gut tut und die Konzentration enorm steigert. Die "Künstlerinnen-Garderobe" hatten wir uns übrigens natürlich ebenfalls selber eingerichtet - an der geschlossenen Essensausgabe der Mensa, mit zwei Tischen und vier Stühlen - ein schönes neues Stück in unserer Sammlung :-D

In Lüneburg waren die meisten der Gäste "vom Fach"; dazu zählen z. B. Gleichstellungsbeauftragte, Engagierte aus dem Bereich der Gewaltprävention, sowie Mitglieder von Arbeitskreisen und örtlichen Frauenhäusern, aber auch immer wieder selbst Betroffene. Wir erhielten sehr viel anerkennende Worte aus dem Publikum und mehr als nur einmal hörten wir, wie gut es sei, dass wir uns künstlerisch in so gekonnter Weise diesem schwierigen Thema "Gewalt" annehmen.

Wir empfinden die so ausgesprochen gute Resonanz des Publikums immer als Ermutigung und so konnten wir uns nach dem Abbau unseres ganzen Equipments gut gestimmt auf den Weg zu unserem nahe gelegenen Hotel machen.

War das eine Wohltat nach diesem anstrengenden Tag! Wir hatten nicht einmal Zeit gehabt, vor der Ankunft an der Spielstätte schon im Hotel einchecken zu können. Umso glücklicher waren wir, als uns ein wunderschönes Hotelzimmer erwartete, und in den ausliegenden Hotel-Informationen konnten wir nachlesen, dass uns am nächsten Morgen ein abwechslungsreiches und schmackhaftes Frühstücksbuffett mit regionalen Leckereien - teils in Bio-Qualität - erwarten würde.

Konzertreise ANA & ANDA
Gemütliches Zimmer mit Doppelbett
Wir genossen das Buffett, stärkten uns für die lange Rückreise und kauften im nahegelegenen Bio-Markt noch Proviant dafür ein, denn am 24.11. fuhren wir erst mal zurück nach Karlsruhe. Die Fahrt gestaltete sich ausgesprochen zäh, denn wir gerieten auf halbem Weg in einen Riesenstau, so dass wir für die ganze Reise neuneinhalb Stunden Fahrtzeit brauchten. In Karlsruhe blieb so nur die Erholung durch eine Nacht Schlaf, denn am 25.11. ging es gleich morgens zu unserer nächsten Station auf der Tour gegen Gewalt weiter, Dachau in Bayern.

Am 12. Dezember erreichte uns als schöne Erinnerung ein Dankesschreiben der Frauenbeauftragten der Leuphana Universität Lüneburg:

Dankesschreiben aus Lüneburg für das Konzert gegen Gewalt