Netzpremiere Video gegen Homophobie

Premiere im Netz: Video Wochen gegen Rassismus

Video gegen Homophobie und Rassismus online

Nach den ersten zwei öffentlichen Aufführungen am Samstag und Sonntag ist es nun soweit: Unser Video gegen Homophobie und Rassismus "Dazugehören ist einfach!" feiert "Premiere im Netz". Gerne präsentieren wir das Video hier im Blog, aber auch auf Youtube, Facebook, Vimeo und anderen Internetportalen.

Die Uraufführung des Videos bei der Eröffnung der Karlsruher Wochen gegen Rassismus war sehr erfolgreich und wir durften uns über viele Komplimente freuen. Überhaupt war die Eröffnung eine sehr gelungene Veranstaltung, bei der auch ein Video von Isis Chi Gambatté zu sehen und Musik von Ender & Uwe zu hören war. Den Hauptteil aber bestritt die Journalistin Hadija Haruna mit Ihrem Vortrag "Alte Rassismen im neuen Gewand"; ein wirklich äußerst interessanter und fundierter Einstieg in die Wochen gegen Rassismus.

Gleich am nächsten Tag folgte die zweite Aufführung unseres Videos gegen Homophobie und Rassismus "Dazugehören ist einfach!" in der Evangelischen Lukasgemeinde Karlsruhe. Hier wurde schon der Gottesdienst ganz auf die Wochen gegen Rassismus ausgerichtet und im darauffolgenden Kirchkaffee wurde dann bei Kaffee, Tee und Kuchen unser Video gezeigt und anschließend zur Diskussion geladen. Gerade diese Gesprächsrunde fanden wir sehr anregend und interessant. Es wurden uns viele Fragen zu unserem Leben als lesbisches Künstlerinnen-Paar in Karlsruhe gestellt und es gab viele wertvolle und vertiefende Gedanken zum Thema Rassismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Heute also präsentieren wir unter dem Nachklang all dieser schönen ersten Eindrücke die Premiere im Netz. Wir freuen uns, damit auch gleichzeitig unseren Beitrag zum diesjährigen CSD in Karlsruhe präsentieren zu können. Denn der Christopher Street Day in Karlsruhe hat 2014 das Motto: "Wir gehören dazu. Du auch." Das Thema "Dazugehören" wird uns also noch weiter begleiten und im Umgang mit Minderheiten bleibt es für eine demokratisch gesinnte Gesellschaft eine zentrale Fragestellung.

Nun aber "Film ab!" - und viel Spaß beim Video "Dazugehören ist einfach!"

zum Youtube-Kanal ANA & ANDA

Das Video auf vimeo

Facebook-Seite ANA & ANDA

Start der Wochen gegen Rassismus

Video Uraufführung ANA & ANDA Wochen gegen Rassismus Karlsruhe
Wochen gegen Rassismus Karlsruhe

Start der Karlsruher Wochen gegen Rassismus

Aufführungen des Videos gegen Homophobie und Rassismus

Der Countdown läuft - morgen Abend um 18 Uhr werden die Karlsruher Wochen gegen Rassismus eröffnet. Damit geht ein Reigen von über 120 Veranstaltungen unter Beteiligung von über 100 Institutionen, Organisationen, Vereinen und Kulturschaffenden los. Karlsruhe ist damit bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus ganz vorne mit dabei - und darauf dürfen wir alle sicher ein bisschen stolz sein :-)

Für uns bedeutet das ein intensives Video-Wochenende. Zunächst steht morgen Abend bei der Eröffnung die Uraufführung des Videos gegen Homophobie an. Nach der vielen Dreh-, Schneide-, Vertonungs-, und Feinschliffarbeit freuen wir uns richtig darauf! Eine Technikprobe hatten wir auch schon, so dass wir uns morgen Abend nur noch hinsetzen können und zugucken dürfen...

Gleich am nächsten Morgen, am Sonntag, den 16. März, geht es für uns weiter: Um 10 Uhr werden wir - völlig untypisch für uns - den Gottesdienst der Ev. Lukasgemeinde Karlsruhe besuchen. Denn gleich nach dem Gottesdienst beginnt das Kirchkaffee mit Kaffee, Tee und Kuchen, bei dem unser Video gegen Homophobie "Dazugehören ist einfach!" ebenfalls gezeigt wird.

Aber nicht nur das: Die Lukasgemeinde lädt auch zur anschließenden Diskussion. Schon heute treffen wir uns mit der Moderatorin, um Details, mögliche Fragen und Sonstiges abzuklären. Und auch eine Technikprobe findet wieder statt.

Wir finden es klasse von der Lukasgemeinde, dass sie das Video "Dazugehören ist einfach!" im Rahmen der Karlsruher Wochen gegen Rassismus zeigt. Es ist - leider - gerade auch in Kirchengemeinden nicht selbstverständlich, dass Homophobie thematisiert und diskutiert wird. Schon seit vielen Jahren sind wir als Nichtchristinnen der Lukasgemeinde freundschaftlich verbunden und haben noch nie etwas Merkwürdiges in Bezug auf uns und unsere Liebe zueinander erlebt. In der Lukasgemeinde hat auch schon manches homosexuelle Paar geheiratet - ein "würdiges Umfeld" also für unser Video gegen Homophobie.

Auf dieses ereignisreiche Wochenende freuen wir uns sehr und sind gespannt auf die Rückmeldungen, die wir für das Video zu den Karlsruher Wochen gegen Rassismus erhalten werden.

Hier nochmals die Aufführungstermine:

Samstag, 15. März, 18 Uhr, Eröffnung der Karlsruher Wochen gegen Rassismus im Rathaus am Marktplatz, mit Uraufführung des Videos "Dazugehören ist einfach!". Eintritt frei, Anmeldung bitte an wochen-gegen-rassismus@kultur.karlsruhe.de

Sonntag, 16. März, ca. 11 Uhr, Kirchkaffee im Gemeindesaal der Ev. Lukasgemeinde Karlsruhe, Hagenstr. 7, mit Aufführung des Videos "Dazugehören ist einfach!" und anschließender Diskussion mit uns, Eintritt frei, wer will, bringt eine Kuchenspende mit.

Kostüme für das Video gegen Homophobie

ANA & ANDA Video-Kostüme
Adrettes Video-Oberteil

Wochen gegen Rassismus: Die Video-Kostüme

Kostüme für das Video gegen Homophobie

"Kleider machen Leute" - wie wahr dieser Spruch ist, haben wir bei der Produktion des Videos "Dazugehören ist einfach!" zu den Karlsruher Wochen gegen Rassismus deutlich erfahren. Bei uns müsste der Satz vielleicht noch erweitert werden: "Kleider und Haare machen Leute"! ;-)

Noch haben wir kein einziges Foto aus dem Video gegen Homophobie und Rassismus veröffentlicht - es soll ja eine Überraschung werden! Aber heute gibt es schon mal ein paar Bilder der Kostüme, die wir im Video tragen. Wer errät, welche Kostüme von wem getragen werden?

Die Termine beim Kostümverleih "Avantgarde Plus" und bei "pepita 2nd Hand" zum Auswählen der Kleidung waren jedenfalls auch für uns sehr unterhaltsam. Haben wir doch eigentlich unseren Kleidungsstil längst gefunden, auch wenn es damals lange genug gedauert hat. Wir waren deshalb wenig verliebt in unser "Alter Ego", das da beim Anziehen von Rüschenblusen und Body zum Vorschein kam - aber dafür um so belustigter.

Ja, "Dazugehören" könnte so einfach sein - wenn die Mainstream-taugliche Kleidung bloß nicht so verunstaltend wirken würde :-D Wobei wir während des Drehs auf dem Weg zum Klo bei uns im Atelier-Gebäude auch noch Komplimente für das neue Outfit entgegennehmen mussten! Au weia :-)

Heute würden wir um nichts in der Welt den eigenen Stil zugunsten der "Kleidungsnormen" der Gesellschaft wieder aufgeben wollen. Aber wir erinnern uns beide gut daran, wie viel Mut es zu Beginn gebraucht hat, kahlköpfig oder mit Hemd und Fliege gekleidet auf die Straße zu gehen. Und doch fühlten wir uns eben nur so wohl und identifizierten uns ganz mit unserem Aussehen.

Dazugehören ist einfach, so lange die geltenden Normen zu einem selber passen. Wenn nicht, bleibt aber nur das Auffallen - und wer auffällt, muss sich darauf gefasst machen, nicht so ganz dazu zu gehören. Viele Menschen fühlen sich heute schon tolerant, wenn sie sagen: "Ich habe nichts gegen Lesben/Ausländer/Schwule/Musliminnen..." Darauf folgt dann aber meist ein - manchmal auch nur gedachtes - "Aber". "Aber sie sollen nicht auffallen, sie sollen sich anpassen, sie müssen ja nicht darüber sprechen, sie sollten nicht so viel fordern..."

Toleranz ist etwas Anderes: Es ist der Versuch, das Gegenüber in seiner Fremdartigkeit zu verstehen, ihm einen Platz in der Gesellschaft einzuräumen, ihm die gleichen Rechte wie der Mehrheit zu gewähren, ihm das Gefühl zu geben, dazu zu gehören.

ANA & ANDA Perücke für Video
Perücke für die Videoproduktion
Dafür plädiert unser Video "Dazugehören ist einfach!" Es wendet sich gegen Homophobie, Rassismus und alle anderen Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit gleichermaßen. Damit wir alle in einer offenen, bunten und vielfältigen Gemeinschaft miteinander leben können.

Mehr zu den Karlsruher Wochen gegen Rassismus

Mehr zum Video "Dazugehören ist einfach!"

Abschlussarbeiten am Video gegen Homophobie von ANA & ANDA

ANA & ANDA Videoprojekt erfolgreich beendet

Video zu den "Wochen gegen Rassismus" fertiggestellt

Arbeiten am Video gegen Homophobie abgeschlossen

Geschafft! Unser Video gegen Homophobie und Rassismus "Dazugehören ist einfach!" ist fertig und bereit für die Vorführung!

Nachdem wir tagelang am Soundtrack für das Video "Dazugehören ist einfach!" gearbeitet hatten, kamen zum Abschluss noch einige technische Detailfragen auf uns zu. Bild und Ton mussten zusammengefügt werden und zu unserer Überraschung gab es da einige Stolpersteine zu bewältigen. Die beiden verwendeten Softwareprogramme wurden von uns erstmals angewandt, so dass uns die Erfahrungswerte fehlten. Plötzlich waren Bild und Ton verschoben und ließen sich zunächst gar nicht mehr so leicht wieder richtig ausrichten. Mit viel Geduld und Zeit gelang es uns, die entstandenen Fragen zu klären, so dass wir inzwischen das fertige Video vorliegen haben.

Dabei haben wir einmal mehr erlebt, dass Schwierigkeiten oft auch eine positive Seite haben - gerade in kreativen Prozessen. Beim Video zu den Karlsruher Wochen gegen Rassismus jedenfalls ging es uns so, dass wir durch die Probleme noch auf sehr schöne Effekte gestoßen sind, die wir gleich beibehalten haben ;-)

Da eine ganze Reihe von Ausgabeformaten existieren, liegt uns das Video "Dazugehören ist einfach!" nun in unterschiedlichen Formaten mit verschiedenen Qualitäten vor, so dass wir je nach Aufführungsort entscheiden können, in welcher Form das Video präsentiert werden kann.

Wir freuen uns sehr auf die öffentlichen Aufführungstermine:

Samstag, 15.03.2014 18 Uhr: Eröffnung der "Wochen gegen Rassismus" in Karlsruhe im Rathaus am Marktplatz statt. Zu diesem Anlass wird das Video "Dazugehören ist einfach!" von ANA & ANDA erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Der Eintritt ist frei; es wird einen Stehempfang geben. Anmeldung erbeten unter: wochen-gegen-rassismus@kultur.karlsruhe.de

Weitere Termine für die öffentliche Präsentationen des Videos sind:

Sonntag, 16.03.2014: Gemeindesaal der Lukaskirche, Hagenstraße 7, 76185 Karlsruhe, beim Kirchkaffee ca. 11 Uhr, nach dem 10 Uhr-Gottesdienst. Im Anschluss findet dort auch eine Gesprächs- und Diskussionsrunde mit unserer Beteiligung geben. Eintritt frei

Montag, 17.03.2014: Premiere im Netz. Wir veröffentlichen das Video gegen Homophobie und Rassismus hier im Blog und auf unserem Youtube-Kanal

Sonntag, 30.03.2014: beim Abschlussfest zu den "Wochen gegen Rassismus", 14-20 Uhr im Tollhaus, Alter Schlachthof 35, 76131 Karlsruhe, Eintritt frei

Mehr zu den "Karlsruher Wochen gegen Rassismus"

Soundtrack für das Video gegen Homophobie von ANA & ANDA

ANA & ANDA Soundtrack zum Video
Soundtrack komponieren am PC

Soundtrack zum Video "Dazugehören ist einfach!"

Videovertonung von ANA & ANDA

Nachdem wir das Video mit Intro, Abspann und Feinschliff fertiggestellt hatten, machten wir uns an die Vertonung. Wie auch immer eine Vertonung von Bildern sich gestaltet, die Musik hat einen großen Einfluss auf die Wahrnehmung.

Erst im vergangenen Jahr hatten wir uns nicht nur mit einer Video-Software, sondern auch mit einer Musik-Produktions-Software ausgestattet. So ausgerüstet stand unseren kreativen Ideen nichts mehr im Weg.

Ein Video zu vertonen bedeutet vor allem, viele Klänge zu hören und auszuprobieren. Es machte uns viel Spaß, mit Klängen jeder Art zu experimentieren und uns immer wieder von der Wirkung überraschen zu lassen. Immer wieder mussten Klänge auf weitere Tonspuren gestellt und arrangiert werden - am Ende hatten wir über 20 Musikspuren angelegt! Wir freuen uns täglich darüber, dass wir so nahezu ungehindert kreativ sein können.

Nach Fertigstellung des Soundtracks für das Video "Dazugehören ist einfach!" konnten wir das Video gegen Homophobie und Rassismus endlich erstmals als Ganzes anschauen. Wie schön, als sich dann das Gefühl einstellte, dass sich die ganze Arbeit so richtig gelohnt hatte!

Am Samstag, 15.03.2014 findet um 18 Uhr die Eröffnung der "Wochen gegen Rassismus" in Karlsruhe im Rathaus am Marktplatz statt. Zu diesem Anlass wird das Video "Dazugehören ist einfach!" von ANA & ANDA erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Der Eintritt ist frei; es wird einen Stehempfang geben. Anmeldung erbeten unter: wochen-gegen-rassismus@kultur.karlsruhe.de.

Weitere Termine für öffentliche Präsentationen des Videos sind:

Sonntag, 16.03.2014 Gemeindesaal der Lukaskirche, Hagenstraße 7, 76185 Karlsruhe, beim Kirchkaffee ca. 11 Uhr, nach dem Gottesdienst. Im Anschluss findet dort auch eine Gesprächs- und Diskussionsrunde mit unserer Beteiligung geben. Eintritt frei

Montag, 17.03.2014: Premiere im Netz. Wir veröffentlichen das Video gegen Homophobie und Rassismus hier im Blog und auf unserem Youtube-Kanal

Sonntag, 30.03.2014 beim Abschlussfest zu den "Wochen gegen Rassismus", 14-20 Uhr im Tollhaus, Alter Schlachthof 35, 76131 Karlsruhe, Eintritt frei

ANA & ANDA Video zu den "Wochen gegen Rassismus"

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Der Camcorder leistete uns wertvolle Dienste

Intro, Abspann und Feinschliff für das Video

"Wochen gegen Rassismus" in Karlsruhe mit Video gegen Homophobie

Mit dem Schnitt und der Untertitelung des Videos gegen Homophobie und Rassismus war die Arbeit am Videomaterial noch nicht abgeschlossen. Zu einem Film oder Video gehört immer auch ein Intro und ein Abspann. Schließlich sollen die Zuschauerinnen und Zuschauer u. a. den Titel erfahren und auch, von wem das Video produziert wurde. Die Nennung der Mitwirkenden und die Danksagungen sind ebenfalls fester Bestandteil einer Film- oder Videoproduktion.

Im Abspann unseres Videos gegen Homophobie und Rassismus "Dazugehören ist einfach!" wollten wir vor allem drei "Anlaufstellen" danken:

Finanzielle Förderung:

Das Kulturbüro der Stadt Karlsruhe förderte unser Video zu den Wochen gegen Rassismus und machte damit die Produktion erst möglich.

Kostümsponsoring, -verleih, -verkauf und -beratung:

Für uns war es ganz wichtig, im Video nur Kostüme zu tragen, die ökofairen Kriterien standhalten. D. h., sie mussten entweder fair produziert oder aus Zweiter Hand sein. Zum Glück konnten wir auf die Kontakte zurückgreifen, die wir im Zusammenhang mit unserem Ökomode-Label "nachhaltige eleganz" und dem Aufbau des Ökofair-Portals Karlsruhe geknüpft hatten.

Bettina del Valle von "Avantgarde Plus" bietet Kostümverleih und -verkauf (Second Hand!) an - und beides nahmen wir gern in Anspruch. Natürlich nicht ohne uns vorher von ihr fundiert beraten zu lassen!

Genau so nett beraten hat uns auch Sabine Zoller von "pepita Second Hand" - und sie sponserte schließlich sogar das "sehr nette" Oberteil, das wir bei ihr gefunden hatten!

Auf die Kostüme, Perücken, Brustschalen (!) etc. dürfen alle schon jetzt sehr gespannt sein ;-)

Nach der Erstellung von Danksagungen, Vorspann und Abspann für das Video "Dazugehören ist einfach!" nahmen wir in einem weiteren Arbeitsschritt den Feinschliff der Aufnahmen vor. Vieles am Bildmaterial bedarf mehr oder weniger starker Korrekturen. Hier muss Farbe korrigiert werden, dort stimmt die Belichtung nicht und ein weiterer Clip bedarf der Nachschärfung - das alles ist ganz "normaler" Teil einer Videoproduktion. Dieser Feinschliff braucht nochmals einiges an Zeit, denn jede Aufnahme muss kritisch begutachtet und ggfs. verändert werden.

ANA & ANDA Video gegen Homophobie Kostüme
Kostüme aus Verleih und Second-Hand
Nun fehlte "nur" noch der Soundtrack - Ehrensache, dass wir das als Musikerinnen selbst übernahmen. Der Bericht darüber folgt demnächst.

Mehr zu den Wochen gegen Rassismus in Karlsruhe

Zu den Aufführungsterminen des Videos gegen Homophobie und Rassismus

Die Uraufführung findet am 15. März bei der Eröffnung der Karlsruher Wochen gegen Rassismus statt: 18 Uhr, Rathaus am Marktplatz, Karlsruhe.

Postproduktion des Videos "Dazugehören ist einfach!"

ANA, ANDA, Karlsruhe, Wochen, gegen, Rassismus
ANA & ANDA Dreharbeiten zum Video beendet

Video in der Postproduktionsphase

Takes sichten und Schnitt für Video von ANA & ANDA

Nach den Dreharbeiten geht bei einer Film- oder Videoproduktion die Arbeit erst richtig los. So auch bei unserem Video zu den Karlsruher Wochen gegen Rassismus, "Dazugehören ist einfach!" Denn jetzt hieß es vor allem: Aussortieren. Eigentlich ist es ja bei jedem kreativen Prozess so, dass Vieles erfunden und gleich wieder verworfen wird. Bei einer Video- oder Filmproduktion fällt es aber am Schneidetisch so richtig auf.

Zunächst sichteten wir alle Takes, die wir für das Video gegen Homophobie aufgenommen hatten, gaben ihnen wiedererkennbare Bezeichnungen und verschafften uns auf diese Weise einen ersten Eindruck. Es waren 131 Clips - und das für ein Video gegen Rassismus und Homophobie, das drei Minuten dauern sollte...! Nachdem wir uns auf diese Weise an drei Tagen mit dem Material vertraut gemacht hatten, begannen wir dem Schnitt.

Viele Takes wurden zerschnitten und neu zusammengefügt, andere fielen ganz weg. Untertitelungen wurden an den passenden Stellen in der erforderlichen Länge eingefügt. Schließlich musste das jeweilige Tageswerk nochmals als Ganzes unseren kritischen Blicken standhalten. So entstand eine Minute nach der anderen für unser Video zu den Karlsruher Wochen gegen Rassismus 2014.

Je nachdem, ob wir uns in der Rolle der Drehbuchautorinnen, der Darstellerinnen, der Regisseurinnen, der Kamerafrauen oder der Cutterinnen befinden, unterscheidet sich der Blickwinkel auf die Arbeit und das Video ganz erheblich.

In den nächsten Tagen wird der Feinschliff erfolgen, worüber wir weiter berichten werden.

Inzwischen ist auch das sehr umfangreiche Programm online: Programm der Karlsruher Wochen gegen Rassismus

Und unser Video hat schon drei Aufführungstermine:

15. März, bei der Eröffnung der Karlsruher Wochen gegen Rassismus, 18 Uhr, Bürgersaal Rathaus am Marktplatz, Eintritt frei, Anmeldung unter wochen-gegen-rassismus@kultur.karlsruhe.de

16. März, im Kirchkaffee der Lukasgemeinde nach dem 10 Uhr Gottesdienst, mit anschließender Diskussion, Hagenstr. 7, Karlsruhe

30. März, beim Abschlussfest der Wochen gegen Rassismus, Tollhaus Karlsruhe, ab 14 Uhr.

Drehtage mit ANA & ANDA zum Video "Dazugehören ist einfach!"

ANA & ANDA Video gegen Homophobie, eingerichteter Drehplatz
eingerichteter Drehplatz

Dreharbeiten Video "Wochen gegen Rassismus"

Die Drehtage für das Videoprojekt gegen Homophobie

Es ist gar nicht so einfach, ein Ökomode- und Musikproben-Atelier in ein Filmstudio zu verwandeln... Für unser Videoprojekt "Dazugehören ist einfach!" standen wir aber genau vor dieser Aufgabe. Also bauten wir den Videohintergrund und die Beleuchtung aus vier LED-Leuchten auf und klebten alle drei Fenster des Ateliers mit schwarzem Kartonpapier zu. Denn Tageslicht konnten wir für unser Video gegen Homophobie zu den Karlsruher Wochen gegen Rassismus nicht brauchen.

Am nächsten Tag starteten wir schon früh morgens mit den Dreharbeiten. Sie dauerten insgesamt 18 Stunden, verteilt auf zwei Tage. Geplant hatten wir eigentlich acht Stunden - aber das Überziehen von Zeitplänen ist ja eine alte Tugend der Filmschaffenden ;-) An beiden Drehtagen regnete es in Strömen. So hatten wir wenigstens nicht das Gefühl, draußen etwas zu versäumen. Bis zum Ende am Abend war es im Freien längst wieder dunkel geworden. Drinnen arbeiteten wir so konzentriert, dass das Tageslicht, die Tageszeit, hell oder dunkel, völlig egal waren.

Gearbeitet haben wir für unser Video zu den "Wochen gegen Rassismus" mit einem Camcorder sowie einer Kamera mit Videofunktion. So konnten wir zwei Einstellungen gleichzeitig aufnehmen. Dennoch wiederholten wir die meisten Einstellungen gleich mehrfach. Auch wenn Blick, Mimik, Gestik usw. jedesmal gleich sind, so gibt es doch immer wieder kleine Unterschiede zu erkennen. Ziel war es, soviel Rohmaterial wie möglich zu sammeln, damit wir beim Schnitt eine große Anzahl von Takes zur Verfügung haben.

Das Ziel haben wir eindeutig erreicht: Fast zwei Stunden Filmmaterial steht uns nun für den Schnitt des Videos gegen Homophobie "Dazugehören ist einfach!" zur Verfügung. Das Video selbst soll am Ende nur ca. drei Minuten dauern...!

Rechtzeitig zum Drehbeginn hatte uns beide eine Erkältung befallen, so dass die Dreharbeiten richtig anstrengend wurden. Gleichzeitig machte uns alles extrem viel Spaß und wir waren beide überrascht, mit wie viel Geduld wir die vielen Wiederholungen spielten.

Im nächsten Blog-Beitrag berichten wir darüber, wie es nach den Drehtagen mit dem Videoprojekt zu den Karlsruher Wochen gegen Rassismus weitergeht.

Zur Uraufführung kommt das Video gegen Homophobie am 15. März bei der Eröffnung der Karlsruher Wochen gegen Rassismus, die um 18 Uhr im Rathaus am Marktplatz stattfindet.

Mehr zu den Karlsruher Wochen gegen Rassismus

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ANA & ANDA: Gut geschminkt zum Videodreh

ANA, ANDA, Wochen, gegen, Rassismus, Karlsruhe
Wichtiges Utensil beim Schminken, der Spiegel

Video: Schminkprobe für "Dazugehören ist einfach!"

Make-Up für das Video zu den "Wochen gegen Rassismus"

"Warum hast Du Deine Brille nicht auf?", wurde ANDA von den Grundschulkindern unserer Montags-Theater-AG im Anfangskreis gefragt. Dabei hat ANDA in den AGs nie eine Brille auf!

Aber wir waren direkt von unserer Schminkprobe für das Video "Dazugehören ist einfach!" zu den Karlsruher Wochen gegen Rassismus in die Schule gefahren. Und anders als unsere übliche Schminke war dieses Make-Up sehr dezent... Der nicht aufgetragene Kajalstift und Lidschatten suggerierte den Kindern, dass da eine Brille fehle ;-)

Möglichkeiten zum Schminken gibt es viele, deshalb probierten wir Lippenstifte, Kajalstifte, Make up, Rouge und Lidschatten in unzähligen Farben aus. Ziel war es, so geschminkt zu sein, wie es von uns sonst niemand gewohnt ist - denn wir werden im Video gegen Homophobie und Rassismus zunächst definitiv ganz anders aussehen als sonst. Wir begutachteten einander, wägten ab und entschieden uns schließlich für die Schminke, die uns für das Gewünschte am geeignetsten erschien.

Nein, wir werden hier noch nicht verraten, wie das aussieht :-) Schließlich soll die Video-Uraufführung auch wirklich eine "Erstausstrahlung" sein! Aber Eines sei schon verraten: Es hat sehr viel Spaß gemacht, uns so "normal" wie möglich zurecht zu machen (unglaublich, was an "Normalität" in uns steckt :-D ). Wir hoffen sehr, dass Kommentare wie: "Ach, das sah aber mal wirklich hübsch aus!" unterbleiben! ;-)

Da die Schminke an jedem Drehtag gleich aussehen muss, machten wir uns ein paar Notizen als Gedächtnisstütze. Denn in einem dreiminütigen Video sind auffällige Veränderungen nicht schlüssig zu erklären.

Die Kostüme und Requisiten wurden auf Vollständigkeit und Funktionalität überprüft, die Kamera und der Camcorder auf die erforderlichen technischen Einstellungen eingerichtet und nach einem Blick aufs Treatment (so was Ähnliches wie ein Drehbuch) konnte ein erster Drehversuch beginnen. Danach aber rief die Schule, wo uns die eingangs erwähnten Kinder erwarteten. Sie sind nun die Einzigen, die schon wissen, in welcher Schminke wir im Video gegen Homophobie und Rassismus "Dazugehören ist einfach!" auftreten werden. Nur die Kostüme hatten wir abgestreift und gegen unsere "normale" Kleidung getauscht - wer weiß, was die Kinder sonst gesagt hätten ;-)

Unser nächster Blog-Beitrag beschreibt dann die beiden Drehtage, die wir inzwischen für die Produktion des Videos "Dazugehören ist einfach!" im Rahmen der "Wochen gegen Rassismus" zugebracht haben.

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ANA & ANDA Videoprojekt in den Vorbereitungen

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Die Szenen werden ins rechte Licht gerückt.

Video: Einrichten der Beleuchtung

Video zu den "Wochen gegen Rassismus" in Vorbereitung

Nachdem wir die Förderungszusage der Stadt Karlsruhe für das Videoprojekt "Dazugehören ist einfach!" zu den Karlsruher Wochen gegen Rassismus erhalten hatten, konnte es also übers Wochenende anfangen mit den Vorbereitungen.

Es ist aber gar nicht so einfach, aus einem Konzertproben- und Ökomode-Atelier zusätzlich ein Videostudio zu machen...! Zunächst hieß es, den Videohintergrund aufzubauen; denn so schön unsere Instrumente und Bio-Seidenaccessoires sind - für ein Video gegen Homophobie und Rassismus schienen sie uns als Hintergrund nicht sehr geeignet. Deshalb haben wir für unsere Videoproduktionen einen Stoffhintergrund in unseren "Homepagefarben" drucken lassen, den wir nun gut gebrauchen können.

Nach der Platzierung von Tisch und Stühlen vor dem Hintergrund, nahmen wir uns die nötige Zeit, die Beleuchtung für das Video einzurichten.

Licht, Schatten, Konturen, Kontraste und die Stimmung können mit der Beleuchtung gestaltet und beeinflusst werden. Das wissen wir schon von der Bühnenarbeit her sehr gut. Wir stellten also verschiedene LED-Strahler an verschiedenen Positionen auf, um eine möglichst optimale Ausleuchtung der Szenen zu gewährleisten. Dann kam das spannende Spiel mit den dazugehörigen Filtern und dem Weißabgleich mit dem Camcorder. Immer wieder probierten wir neue Kombinationen mit Rot-, Minus Grün- und Weichzeichnungsfiltern aus, kletterten unzählige Male auf die Stühle und wieder hinunter, um die Filter auszuwechseln und machten Probeaufnahmen mit den unterschiedlichsten Kameraeinstellungen.

Erst nach etlichen Stunden des Ausprobieren fanden wir schließlich eine Einstellung, die uns ausgesprochen gut gefiel - die Mühe hatte sich gelohnt!

Jetzt konnte es an die Schminkprobe gehen - aber davon mehr im nächsten Beitrag!

Auch heute werden wir uns wieder mit den Vorbereitungen für das Video "Dazugehören ist einfach" beschäftigen und schon die ersten Dreharbeiten vornehmen.

Am Freitag erfuhren wir übrigens, dass das Video bei der Eröffnungsveranstaltung der "Wochen gegen Rassismus" am 15. März um 18.00 Uhr im Rathaus am Marktplatz in Karlsruhe dem Publikum vorgestellt wird. Darüber freuen wir uns ganz besonders.

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Zur Seite der Stadt Karlsruhe über die "Wochen gegen Rassismus"

ANA & ANDA mit Video zu "Wochen gegen Rassismus" in Karlsruhe

ANA 6 ANDA, Video gegen Homophobie, Karlsruhe
ANA & ANDA Videovorbereitungen

Videoproduktion zu den "Wochen gegen Rassismus"

"ANA & ANDA film + video" gegen Homophobie

In diesen Tagen starten wir mit einem ganz neuen Projekt: Unser erstes professionelles Video entsteht! Dank der großzügigen Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Karlsruhe können wir ein Video verwirklichen, das uns sehr am Herzen liegt.

Vom 10.-23. März finden die "Internationalen Wochen gegen Rassismus" statt. Auch Karlsruhe beteiligt sich daran - mit dem leicht davon abweichenden Datum 15.-30. März. Neben Vereinen und Initiativen wurden in Karlsruhe auch alle Kulturschaffenden eingeladen, sich an den "Wochen gegen Rassismus" zu beteiligen.

Die Stadt Karlsruhe hat für diese Aktionswochen das Thema erweitert und das Motto "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" gewählt. Ausdrücklich wurde bei einer Informationsveranstaltung für Kulturschaffende darauf hingewiesen, dass bei den "Karlsruher Wochen gegen Rassismus" auf alle Minderheiten und Gruppierungen aufmerksam gemacht werden soll, die in dieser Stadt (noch) keine Lobby haben. Als wir daraufhin vorschlugen, einen Beitrag zum Thema "Homophobie" zu leisten, wurde dies sehr offen und interessiert von Seiten der Stadt aufgenommen.

Für unseren künstlerischen Beitrag haben wir das Format "Video" gewählt. Unter dem Titel "Dazugehören ist einfach!" werden wir in den nächsten Tagen und Monaten ein ca. 3-minütiges Video einschließlich Soundtrack produzieren, bei dem das Thema "Homophobie" beispielhaft für Diskriminierung und Intoleranz gegenüber "Fremden" steht. Über die finanzielle Förderung des Kulturbüros der Stadt Karlsruhe für dieses Videoprojekt freuen wir uns sehr - und vor allem auch darüber, dass das Video bei der Eröffnung der Karlsruher Wochen gegen Rassismus uraufgeführt werden kann!

Aktuelle Diskussionen über Bildungspläne in Baden-Württemberg und Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften gegenüber der traditionellen Ehe zwischen Frau und Mann zeigen, dass eine mehr oder weniger latente homophobe Haltung in Deutschland nach wie vor verbreitet ist. Umso wichtiger ist es, diese Problematik öffentlich zu machen und so einen weiteren Diskussionsbeitrag bzw. einen Input zum Nachdenken zu liefern.

Genau so wichtig ist es uns aber, in unserem Video gegen Homophobie den Bogen zu anderen Arten von Diskriminierung zu schlagen. Denn letztlich geht es bei allen Arten von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Rassismus um Intoleranz, Vorurteile und Vorbehalte. Mehr als offener Hass und offensichtliche Diskriminierung beschäftigen uns dabei die latenten und subtilen Formen von Intoleranz und Homophobie. Wer Homosexualität als "Weltanschauung" bezeichnet, von "Umerziehung" spricht, wenn in den Schulen das Thema behandelt werden soll oder am liebsten nichts vom Lesbisch- oder Schwulsein Anderer wissen will, ist Teil einer homophoben und gar nicht so toleranten Haltung, die leider auch in Deutschland überall vorkommt.

Das Gleiche gilt ebenso für die Haltung gegenüber Migrantinnen und Migranten, anderen Volksgruppen, anderen Religionen, Menschen mit Behinderung und, und, und...

Derzeit beschäftigen wir uns mit den Vorbereitungen für die Videoproduktion. Das Treatment und das Drehbuch haben wir im Wesentlichen bereits geschrieben, nötige Einkäufe sind getätigt und die verschiedensten Überlegungen für die Gestaltung beschäftigen uns täglich.

Vor allem aber haben wir auch viel Spaß dabei - und wer uns kennt, wird diesen Spaß beim Sehen des Videos ganz sicher auch haben. Denn es wird eindeutig heißen: "ANA & ANDA mal ganz anders"!

Über den aktuellen Stand der Videoproduktion "Dazugehören ist einfach!" von "ANA & ANDA film + video" halten wir hier im Blog und auf Facebook auf dem Laufenden. Die ersten Fotos folgen bald - versprochen! :-D

Aufführungstermine:

15. März, 18 Uhr, Bürgersaal Rathaus Karlsruhe, zur Eröffnung der Wochen gegen Rassismus, nach Begrüßung und einführendem Vortrag, Eintritt frei.

16. März, nach dem 10 Uhr-Gottesdienst, Kirchkaffee der Ev. Lukasgemeinde Karlsruhe, mit anschließender Diskussion, Gemeindesaal, Hagenstr. 7, 76185 Karlsruhe, Eintritt frei.

30. März, 14-20 Uhr, Tollhaus Karlsruhe, zum Abschluss der Wochen gegen Rassismus, beim Fest "Wir feiern die Vielfalt", Eintritt frei.

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Coming Out Day am 11. Oktober

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ANA & ANDA seit mehr als 12 Jahren ein glückliches Paar.

11. Oktober: Internationaler Tag des Coming Out

Gedenktag zum Coming Out

Bereits seit 1988 wird alljährlich der sog. Coming Out Day als Gedenktag gefeiert. Doch was ist ein Coming Out? Und was bewegt Menschen, einen Coming Out Tag zu feiern?

Am Anfang eines Coming Outs steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender die innere Erkenntnis der persönlich präferierten - von der Norm abweichenden - Sexualität. Der zweite Schritt darüber hinaus ist, dies nicht zu verheimlichen und im Verborgenen zu leben und zu lieben, sondern in der Öffentlichkeit genau so sichtbar zu sein, wie Heterosexuelle es auch sind.

Für viele Menschen der LGBT-Community ist es nach wie vor schwer, sich unbefangen und ohne Ängste öffentlich als "andersliebend" zu zeigen. Viele befürchten gesellschaftliche Nachteile wie Mobbing, Arbeitsplatzverlust, Anfeindungen u.a. Andere fürchten das Zerbrechen familiärer Bande oder den Verlust von Freundschaften vor dem Hintergrund eines Outings. Viel zu oft werden diese Befürchtungen bittere Realität.

Immer öfter wird in unserem Umfeld behauptet, heute müssten wir "darüber" doch gar nicht mehr sprechen und Homosexualität sei längst gesellschaftlich akzeptiert. Dass dies leider nicht stimmt, erleben wir immer wieder bei unserer Kulturprojekte-Arbeit an Schulen. Es gehört für uns inzwischen dazu, uns in jeder Gruppe früher oder später ganz "offiziell" zu outen. Und was wir dann jeweils erleben, zeigt, dass Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Menschen noch lange nicht zur "Normalität" geworden sind.

Von ungläubigem Staunen über Kichern bis hin zu Ekel-Äußerungen ist stets alles dabei. Und dann folgen Fragen über Fragen. "Habt Ihr Euch schon mal geküsst?", "Schämt Ihr Euch nicht?", "Empfindet Ihr nichts für Männer?", "Wer ist bei Euch der Mann?" usw. usf. Uns zeigen diese Fragen vor allem Eines: Außer uns spricht kein Mensch mit den Kindern über Homosexualität. So aber kann bestimmt nie eine Selbstverständlichkeit daraus werden! Kinder müssen fragen dürfen und sollten entspannte Antworten bekommen - sonst lernen sie ganz schnell, dass eben doch etwas "Komisches" an Lesben, Schwulen, Bisexuellen oder Transgendern ist.

Interessanterweise haben wir bisher übrigens noch nie etwas Negatives nach einem solchen Outing an Schulen erlebt. Das Einzige, was sich jeweils ändert, ist, dass uns plötzlich auch fremde Kinder außerhalb unserer Gruppen ansprechen und Fragen zu unserem Lesbisch-Sein stellen. Meist spüren wir dann, dass es sehr viel Mut braucht für ein Kind, solche Fragen zu stellen - aber offensichtlich ist es so dringend, dass die Kinder alle Ängste überwinden und uns direkt ansprechen.

Wir halten ein Outing für wichtig, weil es die Chance zum Abbau von Vorteilen gegenüber Andersliebenden beinhaltet. Was bekannt ist, wird für Menschen besser einschätzbar und oft beruhen Vorurteile darauf, dass etwas Bestimmtes tabu ist, dass es nie eine Konfrontation damit gab und dass falsche Vorstellungen darüber kursieren.

Darüber hinaus soll der Coming Out Tag auch all diejenigen ermutigen, die sich selbst noch mitten im Prozess des Coming Out befinden.

Wir selbst wissen aus eigener Erfahrung, wie schwer und langwierig ein Coming Out-Prozess sein kann und welch große Hilfe es für Jede von uns damals gewesen wäre, andere Lesben zu kennen oder von Coming Out Erfahrungen zu hören. Die Bedeutung des persönlichen Coming Out ist uns nach wie vor präsent, auch wenn ANAs Coming Out mehr als 30  Jahre zurückliegt und ANDA den mühsamen Prozess des Coming Out schon vor etwa 13 Jahren durchlief.

Für Menschen der LGBT-Community kann es ein wichtiger Schritt zur Selbstakzeptanz sein, zu wissen, dass es auch andere Menschen gibt, die lesbisch, schwul, bisexuell oder transgender sind.

Wir hoffen, dass der Coming Out Tag auch in diesem Jahr einen Beitrag zu mehr Selbst- und Fremdakzeptanz und zu weniger Vorurteilen in unserer Gesellschaft leisten kann.

Zum Video "11 Jahre Liebe" - für lesbische Sichtbarkeit

Zum Video "Schau nicht weg!" - Plädoyer für mehr Akzeptanz

CSD Karlsruhe 2013

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ANA & ANDA Der CSD 2013 kann beginnen

Heute findet in Karlsruhe der diesjährige CSD statt

Große CSD-Parade in der Karlsruher Innenstadt

Der CSD 2013 in Karlsruhe steht in den Startlöchern. Nach wochenlangen intensiven Vorbereitungen kann es heute um 14 Uhr am Karlsruher Friedrichsplatz mit der Parade beginnen. Erwartet werden zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Motorrad oder auf einem Wagen, teils mit politischen Anliegen, teils in Feierlaune, der Parade ein Gesicht geben. Das Motto des CSD Karlsruhe 2013 lautet: "Schau nicht weg!" und die Parade zum Christopher Street Day legt damit einen wichtigen Schwerpunkt auf Wahrnehmung und Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen.

Mit dabei sein werden auch unterschiedliche Lesben- und Schwulengruppen aus Karlsruhe und den umliegenden Bundesländern sowie Menschen, die sich zwar der LGBT-Community nicht als zugehörig empfinden, aber dennoch ihre Solidarität bekunden wollen.

Wir hoffen darauf, dass unsere Anliegen von vielen Passantinnen und Passanten in der Karlsruher Innenstadt bei strahlendem Sonnenschein am heutigen Samstag wahrgenommen werden.

Die sich der Parade anschließende Kundgebung um ca. 16 Uhr hat zum Thema die alltägliche Diskriminierung, beispielsweise am Arbeitsplatz, in der Schule oder auf der Straße.

Passend dazu war in den vergangenen Tagen den Medien zu entnehmen, dass das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe die steuerliche Gleichstellung von "Homo-Paaren" anordnet. Aktuell ist zu erfahren, dass die Union bereits in der kommenden Woche ein Gesetz zum Ehegattensplitting für eingetragene Lebenspartnerschaften einbringen will.

Nachdem sich die Union in der Vergangenheit standhaft weigerte, Bewegung in diese Debatte zu bringen, bleibt nur zu hoffen, dass nun endlich die entscheidenden Schritte für eine Reform des Ehegattensplittung zu Gunsten lesbischer und schwuler Paare getan werden.

Für die Feierlustigen bietet der heutige CSD ab 17 Uhr das Hoffest vor dem "Nachtwerk" in der Pfannkuchstraße 14 an. Das "Nachtwerk" ist mit der Tramlinie 6, Haltestelle "Stadtwerke" gut zu erreichen. Wer mit dem Auto unterwegs ist, erreicht das "Nachtwerk" über die Kriegsstraße, Richtung Rheinhafen. Zahlreiche Darbietungen des Unterhaltungsprogramms sowie eine vielseitige Bewirtung erwartet die Gäste des Hoffestes.

Das vollständige Programm des heutigen CSD in Karlsruhe

Unser Video "Schau nicht weg!" zum Motto des CSD 2013

Mehr zur aktuellen Debatte über das Ehegattensplitting auf queer.de

Schau nicht weg! zum CSD 2013 in Karlsruhe

Video zum Motto des CSD Karlsruhe 2013

Ein Plädoyer für Toleranz und Akzeptanz

Während am Fronleichnams-Feiertag die meisten Menschen die Sonne im Freien genießen wollten, hatten wir uns zurückgezogen, um unser neuestes Video zu produzieren. Der CSD 2013 findet in Karlsruhe am 8. Juni statt und so wollten wir keine Zeit verlieren.

Nachdem wir an unserem neuen Schirm in Regenbogenfarben so viel Freude haben, war klar, dass der Schirm auf jeden Fall seinen Platz im Video finden muss. Das Farbenfrohe des Regenbogens steht für die Vielfalt und Buntheit menschlichen Lebens.

Ausgestattet mit unserem geliebten "Regenbogen-Schirm" stellten wir uns vor die Kamera, um verschiedene Statements gegen Homophobie und für die Akzeptanz und Toleranz von Lesben und Schwulen zu formulieren.

Der CSD Karlsruhe hat im Jahr 2013 das Motto "Schau nicht weg!" Er postuliert und appelliert damit an die Zivilcourage aller Menschen, denn noch immer herrscht in vielen Teilen des gesellschaftlichen Lebens im In- und Ausland eine homophobe Grundhaltung, die nicht übersehen werden darf.

Mobbing von Lesben und Schwulen am Arbeitsplatz, Spötteleien am Stammtisch, Beschimpfungen auf dem Schulhof, Diskriminierung, rechtliche Benachteiligungen, und und und - das ist vielerorts noch immer trauriger Alltag.

Doch auch Lesben und Schwule sind dazu aufgefordert, nicht wegzuschauen, denn nach wie vor haben Viele von uns ein schwieriges und mitunter langwieriges Coming-Out. Viele von uns neigen - meist in jungen Jahren - dazu, ihre sexuelle Orientierung zu verleugnen und zu ignorieren. Während noch bis in die neunziger Jahre Homosexualität ganz offiziell als "Krankheit" galt, wissen wir heute, dass es gerade das Ignorieren der eigenen sexuellen Orientierung ist, das uns krank machen kann. Irgendwann bringen uns die Lebensumstände dazu, doch hinzuschauen. Oft fühlen sich dann Bekannte, Angehörige und Freund/innen vor den Kopf gestoßen. Ein solch schmerzhafter Prozess könnte in einer Gesellschaft, die sich nicht nur tolerant gibt, sondern auch wirklich tolerant ist, unnötig werden.

Zur diesjährigen CSD-Demo-Parade in Karlsruhe, freuen wir uns über rege Teilnahme von Menschen, die sich der LGBT-Community zugehörig fühlen, aber auch von all denen, die sich solidarisch mit uns fühlen. Die Parade durch die Innenstadt beginnt um 14 Uhr am Friedrichsplatz und endet um ca. 16 Uhr ebenfalls am Friedrichsplatz.

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ANA & ANDA Vorbereitungen zum CSD 2013
Für die anschließende Kundgebung hat sich der CSD-Verein Karlsruhe etwas Besonderes einfallen lassen: Statt Politikerinnen und Politiker der verschiedenen Parteien, kommen dieses Jahr der Koordinator des Schulaufklärungsprojekts SchLau in Rheinland-Pfalz, Joachim Schulte, und Dr. Ulli Biechele, Vorstand von PLUS Mannheim, der psychologischen Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e.V.zu Wort.

Und wer in Feierlaune ist, kommt beim Hoffest vor dem "Nachtwerk", Pfannkuchstraße 14, nicht zu kurz. Dort erwartet die Besucherinnen und Besucher neben einer umfangreichen Bewirtung auch ein vielseitiges Rahmenprogramm.

Dem CSD-Verein in Karlsruhe ist es auch in diesem Jahr gelungen, ein Programm auf die Beine zu stellen, das politische Anliegen mit unbefangener Feierlaune verbindet.

Mehr zur CSD Parade mit Rahmenprogramm in Karlsruhe

Mehr zu SchLau Rheinland-Pfalz

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Christopher Street Day in Karlsruhe

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ANA & ANDA gut ausgestattet zum CSD in Karlsruhe

CSD Karlsruhe 2013 mit großem Programm

Warum es immer noch CSD-Veranstaltungen braucht

Kaum ist der Internationale Gedenktag gegen Homophobie (17. Mai) verstrichen, können wir uns auf das nächste LGBT-Event vorbereiten.

Am 08. Juni 2013 findet der diesjährige CSD in Karlsruhe statt und wir freuen uns darüber, dass es dem CSD-Verein auch in diesem Jahr gelungen ist, eine Demoparade mit anschließender Kundgebung sowie ein Hoffest mit umfangreichem Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen.

Ganz besonders freuen wir uns darüber, dass Herr Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup als unser Nachfolger die Schirmherrschaft für den diesjährigen Karlsruher CSD übernommen hat.

Nach unserer Einschätzung braucht es in Deutschland nach wie vor Demoparaden von Lesben und Schwulen, denn auch in Deutschland gibt es noch viel Nachbesserungsbedarf, wenn es um die Rechte von Lesben und Schwulen geht. Noch immer gibt es keine Gleichstellung der sog. "Homo-Ehe" neben der heterosexuellen Ehe, sondern nur die "eingetragene Partnerschaft". Haben gleichgeschlechtliche Paare einen Kinderwunsch, wird es erst recht kompliziert und mitunter völlig unmöglich, diesen zu verwirklichen.

Noch immer wagen es viele Menschen nicht, über ihre sexuelle Orientierung offen zu sprechen, weil sie Diskriminierung im Alltag oder im Berufsleben befürchten und auf Schulhöfen sind Beschimpfungen, die homosexuelle Attribute beinhalten, seit Jahr und Tag traurige Normalität.

Am 17. Mai 2013, dem Internationalen Gedenktag gegen Homophobie ist eine europäische Studie veröffentlicht worden, die besagt, dass nach wie vor ein großer Teil von Lesben und Schwulen in der EU unter den Auswirkungen homophober Denkhaltungen zu leiden hat. Wir finden dies skandalös, denn in der EU geben wir uns tolerant und weltoffen; die Wahrung der Menschenrechte hat - zumindest auf dem Papier - oberste Priorität.

Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Community, aber auch über viele Unterstützerinnen und Unterstützer aus dem heterosexuellen Umfeld.

Extra für den CSD haben wir uns übrigens einen Schirm in Regenbogenfarben gekauft, der wahlweise als Regenschirm oder als Sonnenschirm seinen Einsatz finden kann. Wer es noch nicht weiß: Der Regenbogen mit seinen vielen verschiedenen Farben steht für die Vielfalt und Buntheit der LGBT-community.

Der CSD Karlsruhe 2013 findet am Samstag, den 08. Juni, statt. Beginn der Demoparade ist um 14 Uhr auf dem Friedrichsplatz, die anschließende Kundgebung - ebenfalls auf dem Friedrichsplatz - beginnt gegen 16 Uhr.

Ab 17 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher das Hoffest vor dem "Nachtwerk" in der Pfannkuchstraße 14.

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